Bauprojekt geht in die letzte Phase

Klinikum Lüdenscheid baut modernste Apotheke im MK - für 3 Millionen Euro

+
Das Bauprojekt für eine klinikeigene Apotheke geht in die letzte Phase. 

Lüdenscheid - Im dritten Untergeschoss des Klinikums Lüdenscheid, weit unter den Stationen und unbemerkt von den Patienten geht ein großes Bauprojekt der Märkischen Kliniken in seine letzte Phase. Der Startschuss für die Neugestaltung der klinikeigenen Apotheke fiel bereits Ende Oktober 2018. 

Nach rund zwei Jahren, im vierten Quartal 2020, soll sie laut einer Pressemitteilung des Klinikums abgeschlossen sein.

Von 1000 auf rund 1200 Quadratmeter vergrößert sich demnach die Fläche für die Arzneimittelversorgung von Patienten der Märkischen Kliniken sowie vierer externer Kliniken und verschiedener Rettungsdienste im gesamten Märkischen Kreis. Die Kosten der Maßnahme werden mit rund drei Millionen Euro veranschlagt.

„Bislang haben wir die Bestellungen der Stationen aufwendig von Hand zusammengestellt“, beschreibt Apotheken-Direktor Dr. Peter Hülsmeyer eine Neuerung. Bald schon, so schreibt das Klinikum, übernehme dies ein sogenannter Packungs-Kommissionierautomat mit einem automatischen Förderband und führe gleichzeitig über eine europäische Datenbank für jedes Medikament eine Echtheitsprüfung durch.

Klinikum Lüdenscheid: Apotheke entsteht

Umgebaut wird seit etwas mehr als einem Jahr bei laufendem Betrieb. Es werden Wände versetzt und Räume neu aufgeteilt, abgestimmt auf die logistischen Anforderungen an die Apotheke. Als weiterer Bereich wird die Sterilherstellung räumlich vergrößert. „Insbesondere die steigende Zahl von Krebspatienten macht die Herstellung deutlich größerer Mengen von individuell zubereiteten Infusions- und Injektionslösungen notwendig“, erklärt Dr. Hülsmeyer. Sogar spezielle Ernährung für Frühgeborene könne in dem neuen Bereich der Apotheke selbst hergestellt werden, heißt es.

Ein Schlüsselbegriff der Lüdenscheider Klinikapotheke heißt „Unit Dose“. Nach Prüfung und Freigabe der verordneten Arzneimittel durch einen Apotheker stellt seit elf Jahren ein Automat für jeden Patienten die Medikamente für jede Einnahmezeit in Klarsichtbeuteln zusammen. „Ein Aufdruck mit dem Namen des Patienten und den enthaltenen Präparaten sorgt für größtmögliche Sicherheit“, betont Hülsmeyer. Außerdem entlaste der Automat die Pflegekräfte, die in vielen Krankenhäusern neben ihrer Tätigkeit auf den Stationen auch Medikamente für die Patienten stellten. Dieses Verfahren setzen laut Pressemitteilung derzeit nur rund 40 weitere Krankenhausapotheken in Deutschland ein.

Rund 500 Patienten des Klinikums Lüdenscheid werden bereits auf diese Weise mit Medikamenten versorgt. Im Rahmen des Umbaus wird ein neuer Unit-Dose-Automat mit größerer Kapazität und neuer Technologie Einzug in die Apotheke halten. Damit soll es innerhalb kürzester Zeit möglich sein, die Medikamente für alle Patienten des Klinikums und der Stadtklinik Werdohl zu portionieren und bereitzustellen.

Der Rechtsstreit um Brandschutzauflagen im Klinikum Hellersen ist längst nicht beigelegt. Doch die zuständige Kammer am Verwaltungsgericht Arnsberg hat vorläufige Entscheidungen getroffen.

Forderung von Linken-Politiker Otto Ersching ans Klinikum Lüdenscheid: Niemand soll in der Notaufnahme länger als 30 Minuten warten müssen.

Patienten und Besucher des Klinikums Hellersen werden auch weiterhin auf eine kleine Behelfs-Cafeteria vor der sogenannten Komfortstation angewiesen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare