Klinikum: Besuchstag im Operationssaal

Das Team der Ärzte und des Pflegepersonals, das am Tag der offenen Tür für die Umsetzung des Programms und offene Fragen der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung steht.

Lüdenscheid - Wie genau es in einem Operationssaal zu sich geht, wissen die meisten Menschen nicht, weil sie meist nach wenigen Minuten in Narkose versetzt werden. Das macht zumeist den größten Teil die Angst vor der Operation aus – nicht zu wissen, was in dieser Zeit mit einem geschieht. Um den Patienten genau diese Angst zu nehmen, bietet das Klinikum Lüdenscheid am Samstag einen Tag der offen Tür an und lüftet die Geheimnisse des OP-Saals.

Von Kim Backes

Ein steriler Operationssaal, grelle Lampen und die Vorstellung, was dort vor sich geht: Das jagt dem einen oder anderen Menschen Angst ein. Patienten, die eine Operation hinter sich haben, können sich kaum an ihre Zeit im OP erinnern. Der Grund: Vorab gibt es ein Beruhigungsmittel, und die Narkose setzt schnell ein.

Diese Angst und das Unwissen sollen den Menschen mit dem Tag der Offenen Tür ein wenig genommen werden. Am Samstag von 11 bis 16 Uhr werden die OP-Türen im Untergeschoss des Lüdenscheider Klinikums geöffnet und den Besuchern ein Einblick in verschiedene Operationssäle gewährt.

„Neun Kliniken des Hauses haben ein abwechslungsreichen Programm zusammengestellt, das von einer arthroskopischen Operation am Kniegelenk bis hin zur anästhesiologischen Vorbereitung für die Operation reichen wird“, verrät Projektleiter Dietmar Sondermann.

Außerdem bekommen die Besucher auch selbst die Möglichkeit, tätig zu werden. „Die Frauenklinik zeigt den Ablauf einer Bauchspieglung. Bei diesem Eingriff kann dann von einem Besucher oder einer Besucherin ein Gummibärchen entfernt werden“, erklärt Dietmar Sondermann. Neben der Durchführung einiger Operationen werden auch die verschiedenen Berufsgruppen vorgestellt. „Neben den Ärzten gibt es noch viele weitere Menschen, die in einem OP-Saal wichtig sind. Diese Berufe werden von den Auszubildenen vorgestellt“, sagt OP-Manager Dr. Philipp Brand. „Wir stellen auch das Reanimationsverfahren nach dem neuesten Standard vor“, ergänzt Marc Schettner aus dem Bereich der Anästhesiepflege. „Im Großen und Ganzen sollen die Leute ein Bild davon bekommen, wie es während einer OP abläuft und dass sie hier in guten Händen sind“, sagt Klinikum-Geschäftsführer Dr. Günter Peters. Außerdem liefen viele Operationen heute ohne große Einschnitte ab. Da sei es auch interessant zu sehen, mit welchen Geräten gearbeitet werde.

Für Speisen und Getränke sowie lustige Aktionen für die kleinen Besucher ist ebenfalls gesorgt. Die Einnahmen kommen dem Förderverein der Palliativstation des Klinikums zu Gute.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare