Fachleute erwarten weitere Schäden

Klimawandel kostet: STL rechnet in den nächsten Jahren mit abgestorbenen Bäumen

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Baumschäden werden auch in den Folgejahren erwartet. 

Lüdenscheid – Die Folgen des Klimawandels werden in Lüdenscheid in diesem Jahr schon spürbar. Für Baumfällungen und Baumpflegemaßnahmen benötigt der Stadtreinigungs, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) 750.000 Euro zusätzlich.

Der Stadtrat gab am Montag grünes Licht für die überplanmäßige Mehrausgabe. Finanziert werden die Baumfällungen durch Mehreinnahmen aus der Umsatzsteuer. 

In den Vorjahren waren für Baumpflegemaßnahmen in Lüdenscheid nie mehr als 150.000 Euro ausgegeben worden. In diesem Jahr hat sich der Betrag verfünffacht. Die massiven Schäden an rund 1.500 der 33.000 städtischen Bäume traten in der Folge von anhaltender Trockenheit und Borkenkäferbefall auf. Betroffen sind insbesondere Fichten und Buchen.

In der Ratssitzung wollte CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling wissen, ob auch in den kommenden Jahren mit ähnlich hohen Kosten für Baumfällungen und Baumpflegemaßnahmen gerechnet werden müsse, schließlich müsse dies dann auch im Haushalt abgebildet werden.

„In diesem Jahr ist das Ende der Fahnenstange erreicht“, sagt Andreas Fritz, stellvertretender STL-Werkleiter. Die zusätzlichen 750 000 Euro reichten für die Behebung der Schäden aus. Für die Folgejahre könne er jedoch keine konkrete Prognose abgeben. Nur so viel: „Die Fachleute sagen, dass auch in den kommenden Jahren weitere Trockenschäden im Baumbestand zu erwarten sind, wenn auch nicht mehr in der Größenordnung wie in diesem Jahr.“ 

Dass die Wiederaufforstung der heimischen Wälder eine Mammutaufgabe ist, machte Bürgermeister Dieter Dzewas deutlich: „Für die Umstellung des Forstsystems wird mit erheblichen Kosten zu rechnen sein.“ Dabei gehe es unter anderem um klimaresistentere Nachpflanzungen. 

Dzewas verwies darauf, dass die Stadt Lüdenscheid Mitglied in der Interessengemeinschaft kommunaler Waldbesitzer ist. Dort werde an Lösungen gearbeitet.

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