Kleintransport im Visier: Polizei legt zwei Schrotthaufen still

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Die marode Kardanwelle im Transporter eines Hagener Altmetallsammlers.

Lüdenscheid - Am Donnerstag kontrollierte der Verkehrsdienst der Polizei einmal mehr Kleintransporter und Kleinbusse im gesamten Stadtgebiet. Das Ergebnis war nach Mitteilung der Pressestelle "leider wieder mal erschreckend".

Auf der Herscheider Landstraße fiel den Kontrolleuren ein Mercedes Sprinter mit bulgarischer Zulassung auf, dessen Fahrertür während der Fahrt einen Spalt offen stand. 

Bei der anschließenden Kontrolle gab der in Gelsenkirchen wohnende Fahrer zu, dass die Tür nicht mehr schließt und er sie festhalten musste, weil ein Scharnier abgebrochen war. 

Die Untersuchungsliste des hinzugezogenen Sachverständigen nahm laut Polizeibericht kein Ende, so dass letztlich 61 Mängel zur sofortigen Stilllegung des Kleintransporters führten. 

Kurze Zeit später wurde durch die Beamten auf der Heedfelder Landstraße, Ortslage Hülscheider Baum, ein Altmetallsammler aus Hagen ins Visier genommen. Dessen Mercedes Sprinter wies einen Unfallschaden im Frontbereich auf. Grund genug für eine eingehende technische Kontrolle. 

Auch hier lohnte sich ein Blick unter das Fahrzeug durch die erfahrenen Beamten, die damit einen größeren Schaden verhinderten. Durch eine unsachgemäße Reparatur der Kardanwelle war diese stark beschädigt worden und drohte zu zerbrechen. 

Eine Kardanwelle überträgt mechanisch die Leistung des Motors auf die Antriebsräder und muss unbändige Kräfte aufnehmen, die sich beim Bruch in eine Art Propeller umwandelt und alles am Lastwagen zerschlägt. Ob Dieseltank, Bremsleitungen, Auspuff oder Karosserie, nichts bleibt verschont und landet auf der Straße oder fliegt umher. 

Auch in diesem Fall war die sofortige Stilllegung durch einen Sachverständigen notwendig. Die Fahrer der beiden Kleintransporter erwartet ein Bußgeld von jeweils 210 Euro, aber auch die Halter kommen nicht straffrei davon. Ihnen wird die Polizei Bußgeldbescheide über jeweils 300 Euro zustellen.

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