„Kleinstatthelden“ kommt in die Kinos

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Regisseur Marc Schaumburg mit Tabea Tarbiat, Svenja Ingwersen und Jonas Baeck (v.r.). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Als der gebürtige Lüdenscheider Marc Schaumburg mit seiner Crew vor etwa anderthalb Jahren in seiner Heimatstadt unterwegs war, um einen Film zu drehen, hieß das Projekt noch „Coming back“. Aus diesem Arbeitstitel ist jetzt „Kleinstatthelden“ geworden – ein Film, 97 Minuten lang, der in der nächsten Woche Premiere feiert.

Gestern Abend ist Schaumburg mit einigen seiner Schauspieler an einen Ort des Drehs zurückgekehrt. Im Möbelhaus Sonneborn machten sie auf den fertigen Film neugierig. Begleitet wurden sie von der fast gleichnamigen Band „Kleinstadthelden“, die erst vor kurzem Bremen im Rahmen des Bundesvision Song Contest 2010 vertreten hatte. Sie lockten die Zuhörer mit einem kurzen unplugged-Konzert.

Für seinen Filmtitel erlaubt sich Schaumburg ein Wortspiel – in der Beschreibung heißt es: „Wir sind nicht die Coolsten. Wir sind halt eher klein statt Helden.“ Ein kleines bisschen autobiographisch ist die Geschichte, sagt Schaumburg. Deshalb ist es Lüdenscheid mit seine speziellen Eigenheiten, wo die Handlung spielt – es könnte aber auch jede andere Stadt der Größenordnung sein, eigentlich keine Kleinstadt, eher mittelgroß, denn die jungen Leute ticken überall gleich, meinen auch die Darsteller Jonas Baeck, Svenja Ingwersen, Tabea Tarbiat und Marvin Gronen.

Sie alle schwärmen von der Geschichte des Films und ihren Rollen, in dem sie alle in irgendeiner Form „Looser“ darstellen – und zwar die liebenswerten, denen viel misslingt, die sich aber immer wieder aufraffen. Vielmehr über den Inhalt verraten sie nicht – und auch die kurzen Trailer, die an diesem Abend gezeigt werden, sagen kaum mehr aus. Sie machen neugierig.

Es geht um Janosch (Jonas Baeck), der das Glück als Musiker vergeblich in der großen Stadt gesucht hat und nun in seine Heimatstadt Lüdenscheid zurückkehrt. Und dort sind seine Eltern und die alten Freunde, aber einfach sind die Begegnungen nicht. Liebe, Freundschaft, Verlust Träume – das sind die Themen, um die es geht und die Menschen jeden Alters in die Kinos locken, hofft Schaumburg. Und die Lüdenscheider dürften neugierig sein, welches Bild ihrer Stadt entsteht, wenn sich Jonas Baeck vor allem an den inzwischen abgerissenen Bahnhof im Regen erinnert, Tabea Tarbiat von einem „geilen Abend“ am Ehrenmal berichtet, und Marvin Gronen von netten Menschen im Hotel erzählt. ▪ gör

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