Michael Feindler und die Schieflage

Michael Feindler tritt im Wettstreit um die „Lüsterklemme“ an.

Lüdenscheid - Unter der Regie von Theo Vagedes zeigt Michael Feindler am Freitag, 21. Februar, ab 19.30 Uhr in der Garderobenhalle des Kulturhauses sein Programm „Dumm nickt gut“. Damit bewirbt er sich um den Lüdenscheider Kleinkunstpreis „Lüsterklemme“.

Der Kabarettist Michael Feindler geht nicht nach Pisa, um festzustellen, dass die Bildungspolitik in eine Schieflage geraten ist. Er bleibt im Land. Er gehört der Generation an, die zwischen Facebook, Werbeblocks und Euro-Krise langsam ahnt: Die ausgerufene Bildungsrepublik ist nur eine Fata Morgana der Wissensdurstigen, so heißt es in der Ankündigung zum Programm.

Nach seinem preisgekrönten Debüt-Programm „Allein unter Menschen“ präsentiert Feindler nun ein Stück Kabarett, das scharf und gleichzeitig feinfühlig, augenzwinkernd und doch melancholisch daherkommt. Er reimt, singt, stellt fest – und das auf seine ganz eigene Art, die selbst dann noch harmlos wirkt, wenn die wortgewaltige Waffe längst geladen ist.

Michael Feindler, Träger des Karl-Marx-Poesiepreises der Stadt Trier und 1. Preisträger beim Paulaner Solo Fürstenfeld, verbindet pointenreiche Unterhaltung mit nachdenklichen Tönen und zeigt, wie fließend die Übergänge manchmal sind.

Die Lüdenscheider Kleinkunsttage gehen mit der Eröffnung am Sonntag im Kulturhaus in die 35. Runde. Den Startschuss gibt der Kabarettist Sascha Korf ab 19.30 Uhr. Auch dieses Mal ist das Publikum wieder die Jury und bewertet die Art des Vortrages, Inhalt, Performance und alles weitere. Fünf Künstler spielen in den nächsten Tagen jeweils ab 19.30 Uhr in der Garderobenhalle um einen Preis, der unter Kabarettisten einen besonderen Wert hat.

Der von der Sparkasse gestiftete Kleinkunstpreis ist mit einem Preisgeld von 1500 Euro verbunden. Die Übergabe der Lüsterklemme als Trophäe, einer Urkunde und des Preisgeldes erfolgt immer im gleichen Jahr in der darauffolgenden Spielzeit bei einem erneuten Auftritt des Preisträgers im Kulturhaus. Es gibt noch Karten an der Theaterkasse, sie kosten 15 Euro.

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