Auf der Reise ins Morgenland

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Die Kleine Oper Bad Homburg zeigte eine abenteuerliche Reise ins Morgenland.

Lüdenscheid - Wolfgang Amadeus Mozart ließ am späten Dienstagnachmittag grüßen im Kulturhaus, als das Ensemble der Kleinen Oper Bad Homburg ihre Geschichte um die Reise ins Morgenland an die „Entführung aus dem Serail“ anlehnte. Im Orchestergraben kein geringerer Klangkörper als das Orchester der Musikschule der Stadt unter der Leitung von Karin Zabel.

Die jungen Musiker geleiteten den spanischen Edelmann Belmonte in das Serail von Bassa Selim. Denn immerhin hatten Piraten Belmontes Herzensdame Konstanze geraubt und an Bassa Selim verkauft. Und schon nach dem fulminanten Entrée in die Vorstellung gab’s die ersten verstohlenen Blicke der kleinen Zuschauer über die Bande in den Graben, wer denn da so sitzt und musiziert.

Die Kleine Oper Bad Homburg kam gewohnt farbenfroh und detailverliebt daher. Ein aufwändiges und liebevoll gestaltetes Bühnenbild sowie farbenprächtige orientalische Kostüme machten die Reise ins Morgenland nahezu perfekt.

Kinderoper "Die Abenteuerliche Reise ins Morgenland"

Belmonte gibt sich in der Inszenierung als Religionsgelehrter aus, um so Einlass in das Serail zu bekommen. Er und Bassa Selim führen Gespräche über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam, bei denen sie feststellen, dass jede der Religionen für sich stehen kann und keine die andere übertrumpft. Doch die in der Nacht geplante Flucht Belmontes mit Konstanze aus dem Serail scheitert. Am Ende zeigt sich Bassa Selim tolerant und schenkt den Gefangenen die Freiheit.

Mit kleinen Gags und einem großen Affen als Diener öffnete das Ensemble seinem jungem Auditorium die Tür zur Opernwelt. Den Applaus am Ende hatten sich Musiker und Darsteller redlich verdient.

Mittwochnachmittag ab 15.30 Uhr folgt eine weitere Vorstellung. Es gibt an der Theaterkasse noch Eintrittskarten. - rudi

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