Home-Workshop „Street-Art“

Kleine, aber feine Verwandlung des Kulturhausgartens

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Kein Eis am Stiel, sondern weiß umlackierte Playmobil-Figuren, ein Astronaut, ein Wildschwein, ein Hund und diverse Pferde: Christina Appelt und die Workshop-Teilnehmerinnen Lil, Paula und Hannah gaben den kleinen Wesen ein neues Zuhause in einer Grünanlage.

Lüdenscheid - Die Heimaterkundungen im Rahmen des Home-Projekts schreiten voran. Nun hat sich erstmals auch die Stadt selber verändert: Mit Gartenkunst verschönten die Teilnehmerinnen eines Workshops gemeinsam mit Kunstpädagogin Christina Appelt den Kulturhausgarten und das Gärtchen am Schiller’s, das sonst von den Grünen gepflegt wird.

Am Anfang standen Fragen zum Thema „Streetart--Aktivisten“: Was machen die, was dürfen die, was für Ziele haben Straßenkünstler? Bei einem fotografischen Rundgang durch die Stadt erkundeten die werdenden Street-Art-Aktivistinnen vorhandene Straßen-„Kunst“ – vor allem Graffiti und politische Sticker. Der große Regen verschaffte dann die nötige Ruhe zur Vorbereitung der geplanten Aktionen und zum Herstellen der benötigten Accessoirs. Nur für die Häkel-Pflanztöpfchen reichte die Zeit nicht: Christina Appelt hatte deshalb selber intensiv Hand angelegt.

Aus Draht-Kleiderbügeln entstanden Mandalas, die nun in einer Kiefer im Kulturhausgarten hängen. Bunte Bänder verschönerten eine Bank und ein Geländer, das schon ein bisschen in die rostigen Jahre gekommen war und die Aufhübschung gut gebrauchen konnte. Eine gute Figur macht nun auch ein Strauch auf dem Gelände, den die Workshop-Teilnehmerinnen mit selbstgemachten Pompons schmückten. Spätestens im Winter dürften die Farbtupfer richtig gut wirken. Schön ist auch das Heidekraut in Häkeltöpfchen, die seit Sonntag an einem zuvor eher tristen Sicherheitszaun am Kulturhaus hängen. Zu einem weiteren Blickfang wurde ein großer Schwarm von Origami-Kranichen aus dem Material eines wettergeschützten Lüdenscheider Stadtplanes. Hier bekam das Motto „Home“, das auf Erfahrungen im eigenen Lebensumfeld abzielt, noch eine besondere Bedeutung.

Dazu gab es im Kulturhausgarten noch zwei echte Wunder: Am Fuße von drei Bäumen wurden plötzlich Feentürchen sichtbar. Und ein Mülleimer neben dem Kulturhaus machte zum ersten Mal in seinem Leben die Augen auf und staunte über die Veränderungen.

Alle Aktionen zielen auf Nachahmung: Wer möchte, kann einen weiteren Häkeltopf an den Zaun hängen, ein Mandala gestalten und die Kiefer damit schmücken oder weitere Figuren zu den schon vorhandenen an der Schillerstraße stellen. Die dürfen auch gerne bunt sein, betonen Christina Appelt und ihre Mitstreiterinnen. „Bitte die Familie vergrößern“, lautet ihre Bitte.

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