"Klaus sein Schnaps": Neues Getränk zu Ehren von Kult-Gastronom 

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Erinnerungen an gemeinsame Zeiten: Klaus Stange, Armin Moser und Lukas Meinhardt (von links) in der Kochschule.

Lüdenscheid - Er war über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt: Reidemeister-Wirt Klaus Stange. Seinen 60. Geburtstag am 4. Juli hat er nicht mehr erlebt, aber das Reidemeister-Team und Stammgäste wollen trotzdem feiern - vor der Kochschule Capitol, beim neuen Getränk "Klaus sein Schnaps" und mit vielen Erinnerungen.

Am 4. Juli wäre Lüdenscheids Kult-Wirt Klaus Stange 60 Jahre alt geworden. Ein Geburtstag, den er gerne gefeiert hätte. In Erinnerung an den am 3. August letzten Jahres verstorbenen Reidemeister-Wirt soll nun trotzdem gefeiert werden: In und vor der Kochschule Capitol wird es am ersten Donnerstag im Juli eine typisch sauerländische Geburtstagsparty geben – frei nach dem Motto: „Wer kommt, der kommt.“

 Organisiert wird Klaus’ 60ster von einer Gruppe um Silke Mühlhoff, die den Reidemeister einst eine Zeit lang gemeinsam mit Klaus Stange geführt hatte. Ihren Ursprung hat die Idee im letzten großen Interview, das Klaus Stange mit den Lüdenscheider Nachrichten für die Tagebuch-Serie zum Stadtjubiläum geführt hat. 

Ein Thema dort: Was denn in einen Klaus-Obstler gehören würde, wenn jemals einer auf den Markt käme? „Apfel und Birne auf jeden Fall, vielleicht noch ‘ne Pflaume“, wünschte sich Klaus damals – ein Wunsch, der irgendwann Patrick Fayner zu Ohren kam. Und der Geschäftsführer der Brennerei Krugmann in Meinerzhagen war sofort Feuer und Flamme.

 Mittlerweile gibt es einen Probebrand sowie einen harten Kern aus Stammgästen und dem Kneipenteam, der um „Klaus sein Schnaps“ eine zünftige Fete in der Kochschule auf die Beine stellt. Dort hat Armin Moser gemeinsam mit seinem Freund und Koch-Kollegen so manche Veranstaltung gewuppt.

 Armin Moser, mittlerweile wieder weltweit mit Kochschul-Eigentümer Reinhold Zimmermann unterwegs, wird eigens für den 4. Juli nach Lüdenscheid zurückkehren und für stilechtes „Kneipenfutter“ sorgen, unterstützt von seinem Nachfolger Lukas Meinhardt.

 „Alles einfach halten“, das sei ganz wichtig, findet Silke Mühlhoff. Denn am Ende der Geburtstagsparty soll’s ein Geschenk für den guten Zweck geben.

 Kein Eintritt, kein festes Programm, aber doch die eine oder andere Überraschung am Geburtstag – so ist’s geplant. Obwohl man mit dem 4. Juli einen Tag vor dem Firmenlauf liegt, hoffen die Party-Planer auf guten Zulauf, schließlich sei der Donnerstag immer ein guter Kneipen-Tag gewesen.

 Los geht’s ab 16 Uhr, Ende ist für 22 Uhr vorgesehen.

 Die Reidemeister-Zeit ist zwar vorbei, die Zukunft der Kult-Kneipe in der Oberstadt nach einem kapitalen Wasserschaden unklar. Doch der 4. Juli soll noch einmal den Erinnerungen gehören, frei nach Klaus Stanges letztem Spruch: „Ich wünsch’ euch noch ‘ne geile Zeit.“

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