Klassiker bleiben Herzen und rote Rosen

Gerhilde Keune-Hundt präsentiert Geschenke für Verliebte in der Buchhandlung „Thalia“.

LÜDENSCHEID ▪ Auf der Suche nach Valentinstagsgeschenken lässt sich in der Lüdenscheider Innenstadt so manches originelle Stück finden. Der absolute Klassiker ist – wie sollte es auch anders sein – das Herz in allen Variationen. Doch bei manchen Geschenken muss man schon ziemlich blind vor Liebe sein.

Stefanie Muhl von „Nanu Nana“ weiß, was auch dieses Jahr der Renner ist: „Riesige Plüschherzen, Herzlutscher und Schokolade gehen eigentlich immer“. Dazu gibt es noch passende Dekoration zum Tag der Verliebten, bestehend aus Glasschalen mit buntem Granulat oder Schneekugeln, die das Herz berieseln.

Rosarot verpacktes Süßes ist auch in der Buchhandlung „Thalia" erhältlich. „Dabei wird gar nicht mehr das klassische Buch verschenkt, sondern witzige Kleinigkeiten“, so Hiltrud Schulte. Sie präsentiert ein Kochbuch für Kuchen und Törtchen in Herzform, das Rezept für den Traummann oder die Traumfrau gibt es auch gleich dazu. Wer dagegen auf seine Figur achten muss, der findet Kartenspiele mit dem Titel „Du bist mein Herzbube/meine Herzdame“, ein „Gesucht, Gefunden“-Memoryspiel, ein Liebesorakel und ein medizinisches Buch „Loveyou forte. Wirkstoff: Liebe, Herzenswärme und Romantik“.

Bei Bedarf kann man es übrigens dreimal täglich lesen, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen. Der Trend zu diesen lustigen Kleinigkeiten zeigt sich für Hiltrud Schulte darin, dass sich vor allem immer mehr junge Leute für den Valentinstag interessieren, „die Älteren haben da keinen Bezug zum 14. Februar.“

Etwas eleganter kann es dagegen im „Goldschmiedehaus Nr.19“ an der Wilhelmsstraße sein. Früher war das beliebteste Schmuckstück der Solitärschmuck, also ein Brillant in einer schlichten Fassung im Ring oder Anhänger. „Doch da die Mode sich heute so schnell wandelt, kann man nicht mehr von einem Klassiker sprechen“. Stattdessen verkauft auch Natalie Bayer vom Goldschmiedehaus viel in Herzthematik, die vor allem bei Jüngeren sehr begehrt ist.

Es gibt fast keinen Laden, der sich nicht vom Valentinstagsfieber anstecken ließ und eine Ecke mit rosa, rot und lila Geschenken für seine Kunden bereit hält. Selbst die Unterwäsche muss in diesen Tagen rot-schwarz gepunktet sein. Wer nach der ganzen Schokolade sowieso nicht mehr in die neue Unterwäsche passt, Single ist oder einfach ein überzeugter Valentinsgegner, für den gibt es Abhilfe im Internet. T-Shirts, Buttons und Aufkleber mit dem Aufdruck „I love Nobody“, „I hate Valentin‘s Day“ oder „Single“ stellen die eigenen Position zu diesem Tag eindeutig klar. Ein absolutes Highlight, das dazu auch noch sehr nützlich ist, ist der Voodoo-Messerblock (zu finden auf http://www.sowaswillichauch. de). Das kleine, von fünf Küchenmessern durchdrungene Männchen eignet sich nicht nur zum Aufbewahren von Brot- und Hackmesser, man kann daran auch seinem Frust freien Lauf lassen.

Wer seinem Liebsten dennoch eine kleinen Aufmerksamkeit schenken möchte, sollte bei dem zeitlosen Strauß Rosen bleiben. Katja Schulz von „Blumen Risse“ ist überzeugt „das Verschenken von Blumen bleibt immer konstant und ist auch heute sehr aktuell. Die Rose ist und bleibt der Klassiker“. Auch der Valentinstagsgegner kann sich damit arrangieren, denn die Rose verwelkt nach einigen Tagen, das Plüschherz aber bleibt.

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