Kita-Streik: Info-Offensive in der City

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Einsatz in der City: Rund 50 streikende Erzieherinnen und Erzieher warben am Mittwoch auf dem Sternplatz um Solidarität und sammelten auch Unterstützungs-Unterschriften.

Lüdenscheid - Der ungelöste Tarifkonflikt im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst motiviert Gewerkschaft und Beschäftigte weiter zu öffentlichen Aktionen. So waren es am Dienstag Sozialarbeiter von Stadt und Kreis, die sich an einer Demo in Wuppertal beteiligten. Am Mittwoch zeigten die Erzieherinnen und Erzieher der städtischen Kitas nun erneut Flagge.

Bei einem Auftritt auf dem Sternplatz erklärten dabei rund 50 kommunale Beschäftigte den Bürgern die Ziele des Streiks. Gleichzeitig warben sie bei der Bevölkerung um Verständnis für den derzeitigen Ausstand und sammelten auch Unterstützungs-Unterschriften für ihr Anliegen. Kurz: Viele Gespräche und beträchtlicher Betrieb prägten die Szenerie rund um den Verdi-Stand in der Lüdenscheider City.

Die Listen mit den Signaturen sollen am Freitag im Rathaus an Bürgermeister Dieter Dzewas übergeben werden. In jüngster Vergangenheit haben mehrere deutsche Bürgermeister Verständnis für die Situation der Streikenden signalisiert.

Der unbefristete Streik im Sozial- und Erziehungsdienst dauert inzwischen fast zwei Wochen. Alle neun städtischen Kindertagesstätten arbeiten mit Notdienstgruppen. Tageweise gab es auch schon komplette Schließungen von Einrichtungen.

Wird bei Gesprächen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern bis Ende der Woche keine Einigung erzielt, geht der Streik nächste Woche weiter. Auch in Lüdenscheid.

Und genau danach sieht es momentan aus. „Eine Einigung innerhalb der nächsten zwei Tage wäre eine totale Überraschung.“ So die Einschätzung von Verdi-Mann Josef Filippek. Ähnlich wie andere Gewerkschaftsvertreter erkennt auch Filippek bislang „keine spürbare Bewegung“ seitens der kommunalen Arbeitgeber.

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