Kita-Beiträge: Eltern frustriert, aber kämpferisch

Lüdenscheid - Sie sind frustriert, haben aber ihren Kampfgeist nicht verloren – das ist die Stimmungslage der Eltern, die weiterhin vehement gegen die vorgesehene Erhöhung der Kita-Beiträge sind.

Von Martin Messy

Am Freitag trafen sich Jennifer Müller und Frank Albrecht, Vorsitzende des Jugendamtselternbeirates, sowie die Mütter Darinka Lutz und Yvonne Raue mit Gordan Dudas, um ihm in seiner Funktion als SPD-Ratsherr und -Landtagsabgeordneten ihre Kritik zu erläutern.

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Viel zu spät seien die Eltern über die Erhöhung informiert worden, so dass ihnen gar keine Zeit bleibe, bis zur Ratssitzung am 18. Mai alternative Lösungsvorschläge zu machen. Außerdem sei die Schmerzgrenze für viele Eltern mit den angekündigten Erhöhungen weit überschritten.

Wie berichtet, ärgern sich die Eltern besonders darüber, dass die Beiträge ab dem 1. August 2016 um 11,2 sowie am 1. August 2018 um 12,2 Prozent erhöht werden sollen.

Auch die Geschwisterkindregelung, die eine Beitragsfreiheit für alle Geschwister bedeutet, soll ab dem 1. August 2017 um 25 Prozent des Elternbeitrags angehoben werden, zum 1. August 2019 um weitere 25 Prozent.

Das bedeute für viele betroffene Eltern eine nicht mehr tragbare finanzielle Belastung, betonten Yvonne Raue und Darinka Lutz. Ihnen bleibe nur, die Betreuungszeit für ihre Kinder zu reduzieren, um Geld einzusparen, was wiederum dazu führe, dass weniger Erzieherinnen benötigt würden.

Gordan Dudas schilderte den Spagat zwischen dem geforderten Haushaltsausgleich bis 2022 und dem Bemühen um eine familienfreundliche Politik. „Familienpolitisch ist die Erhöhung das falsche Signal, haushalterisch aber notwendig.“

Dudas deutete an, sich möglicherweise bei der Abstimmung im Rat zu enthalten. Klare Fehler seien im Vorfeld gemacht worden: „Die Kommunikation war suboptimal.“ Im Herbst wolle er eine Veranstaltung mit den Eltern organisieren, damit sich dies künftig nicht wiederhole.

Rubriklistenbild: © dpa

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