Kita-Anmeldungen in Lüdenscheid: Bald online möglich?

Cedric Nougrigat 

Lüdenscheid - „Wir haben das Verfahren neu aufgemacht, die Dienstleistung eingekauft und sind nun in den Vorbereitungen, um die Kita-Anmeldung demnächst online zu ermöglichen“, sagt Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport.

Ob dies schon im Herbst dieses Jahres, wenn die Anmeldungen für das Kita-Jahr 2020/21 beginnen, möglich sein wird oder erst ein Jahr später, lässt Reuver offen. „Wir wollen nichts übers Knie brechen.“ 

Von dem zunächst vorgesehenen EDV-Programm „Little Bird“ hatte sich die Verwaltung verabschiedet, da es anhaltende Verzögerungen und Probleme in anderen Städten gab.

Die Software stellt die Firma Lecos aus Leipzig. „Mit über zehn Jahren Praxiserfahrung rund um das Thema Rechtsanspruch und Prozessabbildung zur Betreuungsplatzvergabe und Verwaltung von Kitaplätzen sind wir Experten in diesem Umfeld. Wir legen viel Wert darauf, dass die Kita-Software unkompliziert und einfach an kommunale Anforderungen angepasst werden kann“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.

„Bis es zur Anwendung kommt, müssen natürlich zunächst alle Daten erfasst werden. Immerhin haben wir in Lüdenscheid 44 Kindertagesstätten“, sagt Ursula Speckenbach, bei der Stadt zuständig für die Kitas. 

„Das bedeutet pro Jahr auch mehr als 3000 Anmeldungen, die zu bearbeiten sind, mehrfache Anmeldungen inklusive“, fügt Susanne Sondermann von der Jugend- und Bildungsplanung hinzu. Ziel ist eine kundenfreundlichere Abwicklung der Kita-Anmeldungen und natürlich auch eine Erleichterung für die Verwaltung sowie die Einrichtungen. 

„Der Datenschutzbeauftragte hat dem Verfahren zugestimmt“, betont Andreas Nölle von der Abteilung Organisation und E-Government. „Wir haben bei Lecos auch eine Projektbegleitung und Schulungen für die Kita-Leitungen mit eingekauft.“

Eltern könnten nach Einführung der Online-Buchungen ihre Kinder quasi von der Couch im Wohnzimmer für eine Kindertagesstätte anmelden. „Den atmosphärischen Eindruck bekommt man so natürlich nicht. Ein Besuch beim Tag der offenen Tür in einer Einrichtung bleibt sicherlich auch weiterhin wichtig“, meint Ursula Speckenbach

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