Kirsten Petereit übernimmt Fraktionsvorsitz der Grünen

Kirsten Petereit übernimmt ab Mai den Vorsitz der Grünen-Ratsfraktion.

LÜDENSCHEID - Ab Mai übernimmt die Grünen-Ratsfrau Kirsten Petereit den Vorsitz der vierköpfigen Ratsfraktion. Die bisherige Vorsitzende Tanja Tschöke bleibt im Rat und wird Petereits Stellvertreterin. Dieses Amt hatte bisher Hermann Morisse inne, der künftig als einfaches Ratsmitglied mit Otto Bodenheimer die Fraktion komplettiert. Auch nach dem Revirement wollen die Grünen die Ampelkoalition mit SPD und FDP im Lüdenscheider Stadtrat fortsetzen.

Nach Darstellung aller Beteiligten war es Tschökes Entscheidung, den Fraktionsvorsitz aufgrund beruflicher Perspektiven abzugeben. Die verheiratete Mutter zweier kleiner Kinder ist aktuell stellvertretende Schulleiterin in Hemer. Angesichts der familiären und einer steigenden beruflichen Beanspruchung habe sie um die Ablösung gebeten, sagte die 36-Jährige den LN. Sie begrüße sehr, dass mit Kirsten Petereit (33) wiederum eine junge Frau an die Spitze der Fraktion tritt. „Damit bleibe der Generationswechsel gewahrt, der mit meinem Amtsantritt Ende 2007 vollzogen wurde.“ Sie habe diese Zeit als sehr spannend erlebt, sagte Tanja Tschöke, zumal sie sowohl die Perspektive der Opposition wie auch der Ratsmehrheit in der Ampel-Kooperation mit SPD und FDP kennenlernte. Die Arbeit an der Fraktionsspitze sei indes sehr zeitaufwändig, und es sei für sie zunehmend schwierig geworden, Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen.

Auch die Rechtsanwältin Kirsten Petereit, die mit ihrem Ehemann Dominik eine Kanzlei an der Wilhelmstraße führt, ist Mutter eines Kindes. „Vielleicht bin ich aber flexibler dadurch, dass ich mitten in der Stadt präsent bin“, sagte Petereit auf die Frage, warum sie glaube, die Dreifachbelastung eher schultern zu können. Im Übrigen setze sie wie Tanja Tschöke auf den Rückhalt aus Familie und Fraktion. Dominik Petereit ist als Kreistagsmitglied der FDP seinerseits politisch engagiert, wenn auch in anderer Richtung als seine Frau. Das Ehepaar nimmt den Umstand, unterschiedlichen politischen Lagern anzugehören, seit Jahren mit Humor. Doch Kirsten Petereit sagt auch: „Nach Fukushima war das nicht so lustig.“

Die Teamarbeit in ihrer Fraktion will sie fortführen wie ihre künftige Vorgängerin, sagte Petereit. Sie sieht auch keine Chance, den Donnerstag als seit Jahren festgelegten Wochentag für Fraktionssitzungen abzulösen, obwohl alle anderen Ratsfraktionen montags tagen. Tanja Tschöke hatte dies stets als Nachteil für die Außendarstellung der Grünen erlebt: „Ich war sehr unzufrieden damit, am Freitag mit Themen kommen zu müssen, die andere seit Montag diskutiert hatten. Aber ein Teil der Fraktion hat montags andere Verpflichtungen.“

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