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Wegen Corona: Kirmesplatz im MK wird jetzt zum Biergarten

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Von: Susanne Kornau

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Auch in anderen Städten (wie hier in Hamm) wurden Freiluftareale zu Biergärten. © Reiner Mroß

Lüdenscheid - Mit einem Biergarten auf der Hohen Steinert soll Lüdenscheid in den Sommermonaten eine neue Anlaufstelle bekommen – eine Freiluft-Gastronomie auf Zeit, die allen Seiten dienen soll.

„Ich möchte zu Ferienbeginn anfangen“, sagt Thomas Jacob: „Da habe ich noch viel Arbeit.“ Als Standort ist der Bereich vorgesehen, den das Autokino belegt hat. 20 große Krippentische möchte er stellen, dazu kommen 15 Bierzeltgarnituren.

Anfang Juli soll der Biergarten seine Tore öffnen, so ist der Plan. Und das im tatsächlichen Sinne, denn eine Umzäunung ist genehmigt, damit die Sitzplätze etwas geschützter sind.

Eine Längsseite wird als Gartenzaun gestaltet. Schön bepflanzen will er das abgezirkelte Areal noch, weil die Gäste sich wohlfühlen sollen. Einen Zeltfußboden hat Thomas Jacob bereits geordert: „Damit nichts durchweicht. Und die Tische stehen auch stabiler“. All’ das sind Investitionen, die sich, so hofft er, bezahlt machen.

„Das ist mein Rettungsversuch“, sagt der Schausteller, dem diese Saison die Einnahmen wegbrechen. Der Antrag liege der Stadt vor, die Unterstützung des Stadtmarketings habe er. Die freuten sich über jede Aktivität.

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Bierseidel statt Glühweinbecher: Thomas Jacob plant einen Biergarten auf Zeit. © Jakob Salzmann

Und er freut sich über jede Ablenkung. Denn er, der vom reisenden Geschäft lebt, ist nun an den Ort gefesselt. Das drückt auf die Stimmung: „Es ist furchtbar, nicht zu reisen.“ Vor allem die Kollegen, die ihre Großfahrgeschäfte abzahlen müssen, seien von der Krise auch hart getroffen.

Zulieferbranchen wie Kartoffelbauern kämen ebenfalls ins Trudeln: 60, 70 Prozent der Pommes würden auf Festen verkauft. „Es stockt alles. Ich glaube ja noch nicht mal an einen Weihnachtsmarkt dieses Jahr.“ Dort ist die Hüttentheke von Thomas Jacob ein Besuchermagnet. Doch so brechend voll, wie es darin alljährlich ist – „das“, davon ist er überzeugt, „wird’s nicht geben“.

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