Vertrauen oder Hoffnung sind Kernthemen des Films

André Lubba, Matthias Menke und Pfarrer Olaf Bischoff (von links) mit dem neuen Programm „Kirche und Kino“´im Filmpalast. - Foto Schwager

Lüdenscheid -  Die ökumenische Plattform „Kirchen und Kino“ hat ihre Filmtipps wieder zu einer Filmreihe, die von September bis Mai kommenden Jahres reicht, zusammengefasst. Der Filmpalast beteiligt sich an der Reihe und wird ab September monatlich einen der Filmtipps zeigen.

Von Ulf Schwager

„Wir haben mit der Reihe im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht“, sagte Matthias Menke, pädagogischer Mitarbeiter des katholischen Bildungswerks Lüdenscheid. Man werde „Filme abseits des Mainstream“ zeigen mit Inhalten, die Menschen bewegen. Gemeinsam mit Menke stellten Olaf Bischoff, Schulpfarrer an der Theodor-Heuss-Realschule, und Filmpalast-Betreiber André Lubba die Reihe vor. Start ist am 30. September mit zwei Vorstellungen (Beginn 17.30 und 20.15) des Filmes „Selma“, der in die USA zur Zeit der schweren Rassenunruhen des Jahres 1965 führt. Der Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King konzentriert sein Vorgehen auf die Stadt Selma, wo die Rassentrennung strikt durchgesetzt wird. Dieser Streifen ist ein Historiendrama, das die Bürgerrechtler als ausdifferenzierte Gruppe würdigt und von der subtilen Interpretation des Hauptdarstellers getragen wird. Der Film stammt aus dem Jahre 2014.

Das Besondere an der Filmreihe ist, dass entweder Menke oder Bischoff zu den Aufführungen anwesend sein werden. „Wir begrüßen die Besucher des jeweiligen Films, und es gibt dazu immer eine kleine inhaltliche Einführung“, kündigte Bischoff an. „Kirchen und Kino“ beschreibe ein Verhältnis zwischen heftiger Ablehnung und gesuchter Nähe, heißt es in dem Flyer zur Reihe. Dabei gebe es weit mehr Berührungspunkte als angenommen: Zentrale Momente jeden Lebens, Liebe, Hoffnung, Treue, Hingabe, Vertrauen, Leiden, Sterben, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Lebens- und Liebessehnsucht stellten Kernthemen des Films zugleich aber auch Kernthemen christlichen Glaubens dar. Damit seien Gründe genug gegeben, dass Christen und der künstlerisch-autonome Film einander gegenseitig wahrnehmen. Es gehe darum, das jeweils eigene Wissen, wie denn Leben gelingen könnte, ins Gespräch zu bringen. Darauf verwies Menke bei der Vorstellung der Reihe. „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“, ist ein ökumenischen Projekt, das Filme präsentiert, die von der evangelischen und katholischen Filmarbeit in Deutschland und der Schweiz als „Film des Monats“, aber auch als „Kinotipp der katholischen Filmkritik“ gewürdigt wurden. Für die Aufführungen können mit dem Filmpalast (Tel. 0 23 51/67 19 64) für Gruppen und Schulen Sonderaufführungen vereinbart werden.

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