Kirche kommt am Reformationstag zu den Menschen

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Im Fackelschein sangen die Gemeindemitglieder vor der fahrbaren Kirche in der Rathmecke.

Lüdenscheid - Nicht nur in der Abgeschlossenheit ihrer Kirchen haben die evangelischen Kirchengemeinden Oberrahmede und Rahmede am Donnerstag den Reformationstag gefeiert. Mit der fahrbaren Kirche aus Oberrahmede suchten Pfarrer und Gemeindemitglieder den Kontakt zu den Bürgern in den Lüdenscheider Stadtteilen Gevelndorf und Rathmecke-Dickenberg sowie im Altenaer Stadtteil Mühlenrahmede. Überall war das Programm etwas anders – aber immer stand die Einladung in die Gemeinde im Mittelpunkt.

Insgesamt wurden rund 2500 Kärtchen des Internet-Portals gott.net verteilt, mit einem Text der Oberrahmeder Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg: „Komm rein. Ist offen. – Gott“ stand auf der Vorderseite. Die Erläuterung folgte auf der Rückseite: „Nicht selbstverständlich. Einladung. Offene Tür. Offenes Haus. Gott hat persönlich aufgemacht. Jesus. Wir feiern diese Entdeckung am Reformationstag. Ihre evangelische Kirchengemeinde.“

Allein in Gevelndorf, der ersten Station der fahrbaren Kirche, verteilten rund 35 Teilnehmer etwa 1800 Kärtchen mit Süßigkeiten an Haushalte oder steckten sie an Autos. Mit Musik zogen die Gemeindemitglieder hinter der Kirche anderthalb Stunden durch den Stadtteil. In der Rathmecke dann machte der Tross für etwa eine Dreiviertelstunde auf dem Platz am unteren Rathmecker Weg Halt. Dort wurden unter Begleitung von Bläsern aus der Rahmede vorwiegend Lieder von Martin Luther gesungen. Immer wieder kamen Passanten vorbei, die mit Kärtchen und Süßigkeiten zum Reformationstag eingeladen wurden.

In Mühlenrahmede schließlich fand die Aktion ihren Abschluss unter großer Beteiligung von Anwohnern. Auch viele Kinder waren mit zum Platz gegenüber der Freien evangelischen Gemeinde gekommen. Besonders freute sich Monika Deitenbeck-Goseberg darüber, wie sich die Konfirmanden der Gemeinde Rahmede an diesem Abend engagierten. Sie schwärmten aus und verteilten die gott.net-Kärtchen und Süßigkeiten an Haustüren oder steckten sie in Briefkästen. Insgesamt waren dort etwa 40 Gemeindemitglieder beteiligt – mit der erneuten Begleitung der Bläser wurden auch in der Rahmede Luther-Lieder gesungen. - Von Bettina Görlitzer

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