Kindertagespflege: Neuer Kurs beginnt im April

Angèle Espermann-Jansen vom Verein Tupf, VHS-Leiter Andreas Hostert und Roland Buhl-Lenssen vom Jugendamt (v.r.).

LÜDENSCHEID ▪ „Es geht in erster Linie um das Wohl der Kinder, nicht um die Erfüllung einer Quote“, sagte am Donnerstag VHS-Leiter Andreas Hostert.

Damit wies er auf den neuen Qualifizierungskurs für Tagesmütter und -väter, der am 10. April beginnt. Zuvor werden für Interessierte zwei Informationsveranstaltungen zur Tagespflegeausbildung, die 160 Unterrichtsstunden umfasst und für Lüdenscheiderinnen 80 Euro Eigenanteil kostet, angeboten – am 24. Januar um 19.30 und am 26. Januar um 10 Uhr in der VHS, Alte Rathausstraße 1.

Weitere Infos geben zudem Roland Buhl-Lenssen vom Jugendamt unter 02 35 1/ 17 13 41 und Angèle Espermann-Jansen 02 35 1/86 14 94, Fachberaterin beim Verein Tages- und Pflegeeltern. „Grundvoraussetzung ist natürlich ein großes Interesse an der Arbeit mit Kindern“, betont die Diplom-Sozialarbeiterin.

Gemeinsam mit Roland Buhl-Lenssen befindet sie im Vorfeld des Ausbildungslehrgangs über die Eignung der Teilnehmer, was ebenfalls die räumliche Ausstattung betrifft. „Auch wenn es Zuhause keine geeigneten Räume gibt, ist die Tagespflege zum Beispiel in angemieteten Räumen möglich. Manche gehen auch in die Haushalte der Eltern“, sagt Roland Buhl Lenssen. Mittlerweile gibt es vier größere angemietete Einrichtungen, in denen maximal neun Kinder betreut werden.

Hermann Scharwächter, Fachbereichsleiter für Jugend, Bildung und Sport, erklärte, die Tagespflege verstehe sich als qualifizierte und anspruchsvolle Ergänzung zur Betreuung in Kindertagesstätten. Das gelte natürlich auch für die Schaffung von Plätzen für Kinder unter drei Jahren. Zwischen 90 und 100 Plätze gebe es zurzeit über die Tagespflege, 120 seien angepeilt. Allerdings ist das Aktionsprogramm der EU, das 2009 begann und die Schaffung von U3-Plätze unterstützte, ausgelaufen.

Wie berichtet, hat das Jugendamt einen Bedarf von 38,7 Prozent ermittelt, um dem ab dem 1. August geltenden Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz nachzukommen. „Wir benötigen 700 U3-Plätze und haben zurzeit 550. Aber wir werden erst Ende April eine genaue Bilanz ziehen können“, sagt Scharwächter.

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