Kinderschutzbund darf zum Jahnplatz umziehen

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Sitz des Kinderschutzbundes mit Spielwiese oder Abrissobjekt für Wohnhäuser? Die Jahnplatz-Umkleide.

LÜDENSCHEID - Die Verwaltung hat dem Stadtrat jetzt ihre jüngsten Vorschläge zur Verwendung von 890 000 Euro aus dem Konjunkturpaket vorgelegt. Die Entscheidungen fällen die Politiker am 7. Juni, wobei Maßnahmen für zwei Millionen Euro zur Auswahl stehen.

Die neue Vorschlagsliste wurde überarbeitet, weil juristische Fragen zum Jahnplatz nach dem ersten Bürgerentscheid in Lüdenscheid zu klären waren (wir berichteten) – und weil es inzwischen neue Ideen gab.

Zum Jahnplatz: Das Umkleidegebäude darf als künftiger Standort des Deutschen Kinderschutzbundes Lüdenscheid (DKSB) für 270 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II saniert werden. In dieser Summe sind die Außentoiletten enthalten, die auch für die Skaterhalle nutzbar sind. Das DKSB-Gebäude darf aber keinen „funktionellen Zusammenhang“ mehr mit dem umgebenden Jahnplatz haben. Das ließe der Bürgerentscheid gegen den Mehrgenerationenplatz nicht zu.

Angeschüttete Wiese oder Wohnbebauung

Der Jahnplatz selbst soll nun entweder zu einer Wiese angeschüttet werden, was zulässig ist, so lange keine offizielle Widmung zur Spielplatz- oder Grünfläche erfolgt. Oder das 6 000 Quadratmeter große Gelände würde mit Wohnhäusern bebaut. Die Stadt nähme 600 000 Euro ein, wobei Erschließungskosten bereits berücksichtigt sind. Die Abrisskosten der Umkleide wären durch den Verkauf des 400-Quadratmeter-Grundstücks für 52 000 Euro gedeckt.

Haus an Freiherr-vom-Stein-Straße zum Verkauf

Das heutige Domizil der Kinderschützer, das marode städtische Haus an der Freiherr-vom-Stein-Straße 27, fällt aus der neuen Konjunkturpaket-Liste heraus, es soll verkauft werden. Hierzu laufen „Sondierungsgespräche“ mit Interessenten.

Mit einer Rampe für 10 000 Euro will die Stadt das Erdgeschoss ihrer Musikschule barrierefrei erreichbar machen. Auf einen Fahrstuhl ins erste Obergeschoss würde aber verzichtet, was 90 000 Euro einspart.

3000 Euro für Spielgeräte im Rosengarten

Die neuen Vorschläge: Im Kulturhaus sollen die Behindertentoiletten für 11 000 Euro saniert werden. Die von SPD und Grünen gewünschten Spielgeräte im Rosengarten würden mit Einbau jeweils 3000 Euro kosten. Die Sanierung der Fassade des Jugendraums am Nattenberg, aus der Dringlichkeitsliste der Stadt für 2010 gestrichen, taucht mit 72 000 Euro jetzt im Konjunkturpaket auf.

Neu ist darin auch das Bürgerhaus Lenneteich. Hier hatte der Rat Ende letzten Jahres 48 000 Euro für Dach und Böden bewilligt. Für die Heizung sollen jetzt 13 000 Euro zusätzlich folgen. - hgm

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