Kinderschutzbund bildet neue Zuhörer aus

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Anonymität ist wichtig, damit die Anrufer sich überhaupt trauen, ihre Nöte zum ersten Mal zu schildern.

LÜDENSCHEID ▪ Kinder und Jugendliche, die Liebeskommer haben, die in der Schule gemobbt werden, mit ihren Eltern nicht klar kommen, die Missbrauch erleben, brauchen Zuhörer, jemanden, der ihnen einen Rat gibt, wie es weiter gehen kann.

Eine Kontaktstelle, die ihnen in Lüdenscheid seit mehr als 30 Jahren zur Verfügung steht, ist das Kinder- und Jugendtelefon des Kinderschutzbundes. Auch Eltern brauchen bisweilen Rat bei Problemen und Sorgen mit ihren Kindern. Dafür gibt es seit sechs Jahren das Elterntelefon.

Damit das Angebot uneingeschränkt weiter existieren kann, werden immer wieder neue ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Sie werden in einer etwa acht Monate dauernden Ausbildung auf die schwierige Aufgabe vorbereitet, Menschen in beängstigenden und bedohlichen Situationen zuzuhören, eine erste Hilfestellung dafür zu geben, welche Möglichkeiten es gibt, und aufzuzeigen, wo Hilfsangebote zu finden sind.

Eine neue Ausbildung für ehrenamtliche Berater für die beiden Notfalltelefone beginnt am 11. September. Geleitet wird sie von Familientherapeutin Hildegard Falterbaum und Thomas Cordt, Leiter des Johannes-Busch-Hauses. Die Schulung findet 14-tägig jeweils dienstags von 19.30 bis 21.30 Uhr beim Kinderschutzbund an der Jahnstraße statt. Dazu kommen zwei ganztägige Seminare an Samstagen. Wer sich für eine solche Tätigkeit interessiert, sollte mindestens 18 Jahre alt und bereit sein, sich in die Sorgen und Nöte der Anrufer eizufühlen. In der Regel leisten die Ehrenamtlichen zwei Dienste im Monat und nehmen monatlich an einer Supervision teil, bei der alle Berater ihre Erfahrungen austauschen.

Infos zur Ausbildung und über die Arbeit als ehrenamtliche Berater gibt es beim Kinderschutzbund in Lüdenscheid, Tel. 0 23 51 /30 10, montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr, oder per E-Mail an kjt@kinderschutzbund-luedenscheid.de. Dort kann man sich auch anmelden. ▪ gör

Das Kinder- und Jugendtelefon unter 08 00 / 1 11 03 33 ist montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, das Elterntelefon unter 08 00 / 1 11 05 50 montags und mittwochs von 9 bis 11 Uhr, dienstags von 17 bis 19 Uhr und donnerstags von 17 bis 21 Uhr erreichbar. Die Anrufe sind kostenlos, die Beratung erfolgt anonym.

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