Kinderschänder aus Lüdenscheid in Psychiatrie

Lüdenscheid - Die Große Strafkammer des Landgerichts Dortmund hat einen pädophilen Lüdenscheider (33) wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Gleichzeitig ordnete die Kammer die Unterbringung des Verurteilten in einer psychiatrischen Anstalt an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wegen Verbrechen dieser Art ist der Lüdenscheider schon mehrfach im Gefängnis gewesen. Zuletzt hatte das Hagener Landgericht ein Urteils des Amtsgerichts aufgehoben und in eine Bewährungsstrafe von einem Jahr umgewandelt. Nur wenige Monate später verstieß der 33-Jährige gegen die Führungsaufsicht und Bewährungsauflagen.

Nach Überzeugung der Dortmunder Richter hat sich der Angeklagte im Ruhrgebiet nicht nur übers Internet an drei Jungen im Alter von zwölf und 13 Jahren herangemacht. In den Wochen nach der Kontaktaufnahme ist es auch zu massiven sexuellen Übergriffen gekommen – unter anderem in einer Umkleide eines Schwimmbades.

Bis der Bundesgerichtshof über eine etwaige Revision des Verteidigers entschieden hat, bleibt der Verurteilte in U-Haft. Bis zum Spruch der obersten Richter soll ein Psychiatrieplatz für den Lüdenscheider gefunden sein. Der Verteidiger geht von einer Einweisungszeit von „minimal vier Jahren“ aus.

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