Berg-Söhne in Matrosenanzügen

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Frederick Vezin, Friedrich Wilhelm und Werner Berg, 1904, Privatbesitz.

Lüdenscheid - In gut zwei Wochen wird Ausstellung „Kinderleben“ in der städtischen Galerie abgebaut. Dann werden die Exponate zurückgegeben an die Leihgeber. Im aktuellen Endspurt finden noch mehrere Veranstaltungen im Rahmenprogramm statt. Am Sonntagnachmittag beginnt um 15 Uhr eine der letzten öffentlichen Sonntagsführungen durch die Ausstellung.

So erhielt 1904 der in Düsseldorf tätige, vom Großbürgertum äußerst geschätzte Porträtmaler Frederick Vezin (1859-1933) den Auftrag, Friedrich Wilhelm und Werner Berg, die beiden Söhne des Fabrikanten Carl Berg (1851-1906), in Matrosenanzügen zu porträtieren. Es entstand nicht nur ein exzellentes Stück Malerei, sondern vor allem auch ein beredtes kulturgeschichtliches Dokument bürgerlichen Selbstverständnisses der wilhelminischen Kaiserzeit, heißt es seitens der Galerie.

Mehr als 60 Exponate können die Besucher bei einem Rundgang mit Dr. Eckard Trox betrachten. Die Auswahl erstreckt sich von Gemälden des 17. Jahrhunderts über Kinderdarstellungen Anton Graffs, Johann H. W. Tischbeins bis zu Werken von Käthe Kollwitz, Edvard Munch und Conrad Felixmüller sowie der westfälischen Malerin Ida Gerhardi aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Der Beitrag zur Führung liegt bei einem Euro zusätzlich zum normaler Eintritt. Um 18 Uhr beginnt an gleicher Stelle ein Vortrag von Prof. Till Kössler, Institut für Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Er spricht zum Thema „Geschichte der Kindheit – Geschichte des Erziehens“. Der Eintritt ist frei.

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