Zwischen Stadtwappen und Gelage

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Recherche am Computer gehörte in der Stadtbücherei zum Kulturzeitprogramm.

Lüdenscheid -  Die Teams waren vorbereitet: Ulla Delhougne und Uli Tütemann vom Museum hatten Exponate in ihren Körben, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt, Katja Fernholz-Bernecker und Dagmar Plümer im Kammermusiksaal mittelalterliche Musik herausgesucht. In fünf kulturellen Einrichtungen der Stadt wuselten am Wochenende die Kulturzeitkinder durch die sonst stillen Räume. Und Lüdenscheids Grundschulkinder zeigten sich durchaus sattelfest, als es galt, Fragen rund um das Mittelalter zu beantworten.

Im Stadtarchiv, seit Jahren treuer Begleiter der „Kinderkulturzeit“ erläuterte das Team den Kindern erst einmal die Bedeutung verschiedener Wappen. Anschließend gingen die Mädchen und Jungen mit Feuereifer daran, selbst ein Wappen zu entwerfen, wobei das gewünschte Wappentier gelegentlich skurril war – zum Beispiel ein Chamäleon.

Samstagnachmittag durchstreifte die Gruppe der Museen die Altstadt auf der Suche nach mittelalterlichen Spuren. Das Team erläuterte die Bauweise der alten Häuser und konnte so manche Anekdote kindgerecht erzählen.

Währenddessen wurden im Kammermusiksaal die Grundschüler erstmal mittelalterlich ausstaffiert mit Kronen, Haarbändern und wohlklingenden Namen. Dagmar (Plümer) von der Düssel und Katja (Fernholz-Bernecker), die Musikantin, studierten anschließend mit den wissbegierigen Kindern ein mittelalterliches Lied ein. Die passenden Instrumente gab’s auch dazu.

Schon am Vormittag trafen sich in den Räumen der Volkshochschule Kinder zum gemeinsamen Theaterspiel. Hier verwandelten sich die Schüler in neue Figuren und entwickelten eine Geschichte.

Musik spielte derweil in der Stadtbücherei nur am Rande eine Rolle. Hier standen Wissen, Geschicklichkeit und Geschwindigkeit im Vordergrund – „Wo findet man ein Buch über die Nibelungen?“ Für die Kinder, die sich hier auf eine Rallye durchs Haus begaben, kein Problem. Eifrig wurden die Antworten notiert, man wollte schließlich als Rallyesieger hervorgehen.

Im Aktionsraum der Bücherei wurde am frühen Abend dann der „mittelalterliche“ Herd eingeschaltet. Auf dem Speiseplan des ritterlichen Gelages standen Reis, Gemüse und Brot. Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen aus dem Kammermusiksaal endete hier die Kulturzeit mit dem Abendessen.

Zum 6. Mal hatte sich der Großteil der kulturellen Einrichtungen zusammengeschlossen, um den Kindern einen spannenden Nachmittag zu bieten, Kekse, Sprudel und ein paar liebevoll zusammengestellte Kleinigkeiten inbegriffen.

Ein kulturelles Angebot für Kinder zum Taschengeldpreis, das die Teams zusätzlich zur Verfügung stellen, um die Kinder mit den Einrichtungen bekannt zu machen. Und wie in jedem Jahr wurde das Angebot dankbar angenommen.

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