Kinder besonders gefährdet: Hier gibt`s Tipps für mehr Sicherheit auf den Straßen

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Ein Hingucker im Stern-Center ist das Motorrad der Polizei, das vor allem die jungen Besucher gerne für ein Foto in Anspruch nehmen.

Lüdenscheid – Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Ihnen möglichst viel Sicherheit zu geben sowie Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren, darum geht es unter anderem bei den Verkehrssicherheitstagen im Stern-Center.

Partner der Verkehrswacht sind die Polizei, der Märkische Kreis sowie Andys Radsport. „Es ist wichtig, das zu präsentieren und ich hoffe, dass viele die Angebote in Anspruch nehmen“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas am Donnerstagvormittag im Rahmen der Eröffnung. Bis Samstag finden die Verkehrssicherheitstage im Stern-Center statt. 

Dzewas betonte: „Wichtig ist, sich so zu verhalten, dass man im Straßenverkehr jederzeit die nötige Rücksicht auf andere nehmen kann.“ Dazu gehört etwa, auf unnötige Ablenkung wie Handys am Steuer zu verzichten. Denn wie ausschlaggebend eine schnelle Reaktionszeit ist, können die Besucher an den verschiedenen Stationen selbst testen. 

"In der Realität ist die Reaktionszeit länger"

Gefahrensituationen werden simuliert, Geschwindigkeit und der Fahrbahnzustand außerdem berücksichtigt. Allerdings: „Hier wartet man natürlich auf eine gefährliche Situation, in der Realität ist die Reaktionszeit länger“, sagte Verkehrswachtvorsitzender Martin Kornau. 

Testen dürfen Besucher nicht nur Simulationen für Auto- sondern auch für Radfahrer. Denn auch die werden bei den Verkehrssicherheitstagen berücksichtigt. „Sicherheit ist ein großes Thema, auch Kinder ab acht Jahren dürfen schon kleine Pedelecs fahren – das erfordert ein sicheres Fahrrad und eine gewisse Übung“, sagte Andreas Langhorst, Inhaber von „Andy’s Radsport“. 

Überhaupt ist eine gute Ausstattung das A und O, sind sich die Experten einig. Dazu gehört insbesondere in der dunklen Jahreszeit: für andere sichtbar sein. Wie wichtig etwa Reflektoren sind, macht die Polizei den Kindern vor Ort besonders anschaulich. Sie dürfen erst neonfarbene Rucksäcke mit reflektierendem Material bekleben und die Wirkung dann unmittelbar testen – in einer Dunkelkammer samt Taschenlampe.

LN-Praktikantin Nelly Raith macht den Reaktionstest

Einer der Selbsttests war ein Fahrradreaktionstest der Verkehrswacht Lenne Volme. Ich habe den Test gemacht. Ein Film wurde mir vorgespielt und ich musste, wie im echten Leben, den Fahrradlenker halten und bremsbereit sein. 

Bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit von 20 km/h tauchten in dem Film immer wieder Gefahrensituationen mit Kindern auf. Ich versuchte, auf alles zu achten, was nicht unbedingt leicht war. Plötzlich lief ein Kind seinem Ball hinterher auf die Straße. Ich musste bremsen. 

LN-Praktikantin Nelly Raith machte den Reaktionstest.

Mein Testergebnis: Reaktionszeit von einer Sekunde. Hört sich kurz an dachte ich, allerdings hätte ich dabei einen Anhalteweg von 7,56 Metern gehabt. Bei einer zweiten Gefahrensituation mit einem Pkw war meine Reaktionszeit besser und lag bei 0,76 Sekunden, was ein Anhalteweg von 6,22 Metern gewesen wäre. 

Im Grunde war der Test nicht schwer, aber er zeigte mir, dass selbst mit dem Fahrrad Situationen nicht unterschätzt werden sollten.

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