16 000 Kilogramm CO2 in elf Monaten eingespart

Die aktuellen Leistungs- und COs-Einsparungswerte der Photovoltaik-Anlage sind neben der Grünabfall-Anlieferung auf dem STL-Recyclinghof ablesbar. - Foto Kleinfeld

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer Solar- und Photovoltaikanlage will der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) nachhaltig zum Klimaschutz beitragen. Über die Konzeption, die Investitionen und die ersten Ergebnisse der seit Ende 2009 laufenden Anlagen berichtete Andreas Fritz vom STL im jüngsten Werksausschuss:

Die Solaranlage diene zur Erwärmung des Brauchwassers für die Verwaltung und den Sozialtrakt. Erbaut wurde die Anlage in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Henne von der Firma Neuhaus aus Hagen. Die Montage an der Giebelseite des Verwaltungstraktes bringe eine optimale Sonneneinstrahlung und einen kurzen Weg zum Wasserspeicher.

Über eine unterhalb angebrachte Anzeigentafel könne der Besucher des STL folgende Werte ablesen: aktuelle Leistung, Energie heute und Energie gesamt.

Die Investitionskosten für die Anlage inklusive Ingenieurleistungen betrugen etwa 30 000 Euro, sagte Fritz. Die Inbetriebnahme erfolgte im November 2009. Die bisher produzierte Leistung betrage 1446 Kilowattstunden (kWh) – das ergebe umgerechnet eine CO2-Einsparung von 1012 Kilogramm.

Als geeigneter Standort für die Photovoltaikanlage habe sich die Dachfläche des Recyclinghofes Am Fuhrpark 1 herauskristallisiert. Unter technischer Begleitung des Ingenieurbüros Henne aus Siegen wurde die Anlage von der Firma Thermovolt AG aus Roggentin errichtet.

Die Anlage wurde am 3. Dezember 2009 in Betrieb genommen, sagte Fritz. Die Inbetriebnahme im vergangenen Jahr sei wichtig gewesen, da die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung für 2009 43,01 Cent/kWh betrug, während bei Inbetriebnahme im Jahr 2010 nur noch 39,14 Cent/kWh vergütet worden wären, was einer Mindereinnahme für diese Anlage von rund 1000 Euro pro Jahr entspreche.

Die Investitionskosten für die Anlage beliefen sich inklusive Ingenieurleistungen auf etwa 120 000 Euro.

Seit der Inbetriebnahme seien 21 554 kWh (Stand 27. Oktober 2010) eingespeist worden. Die CO2-Einsparung für diesen Zeitraum betrage 15 087 Kilogramm. Bei einer Vergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde habe die Anlage bis heute etwa 9270 Euro erwirtschaftet, erläuterte Fritz.

Die Anlage könne vom Büroarbeitsplatz aus kontrolliert werden: Eine ständige Kontrolle, ob alle Wechselrichter arbeiten, sei möglich. Auch könnten Auswertungen gefahren werden, die Angaben zum Tagesertrag, Monatsertrag oder Jahresertrag geben.

Für die Besucher des Recyclinghofes sind in der Nähe der Grünabfallannahme folgende Werte an einer großen Anzeigentafel ablesbar: aktuelle Leistung, Gesamtenergie und CO2-Einsparung. ▪ wok

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