Restrukturierung wird beschleunigt.

330 Mitarbeiter in Kierspe und Lüdenscheid: Tech-Konzern will Standorte "vereinen"

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170 Mitarbeiter sind bei Nanogate Vogler Systems an der Golsberger Straße beschäftigt.

Lüdenscheid/Kierspe – Der Technologiekonzern Nanogate SE will seine nordrhein-westfälischen Töchter neu aufstellen. Restrukturierungen gibt es auch an den Standorten in Lüdenscheid und Kierspe. Die Einzelheiten. 

Betroffen von dem NXI genannten „Zukunftsprogramm“ sind neben dem Standort Bad Salzuflen (Nanogate PD Systems GmbH) auch die heimischen Konzern-Unternehmen Nanogate Vogler Systems GmbH in Lüdenscheid sowie die Nanogate Goletz Systems GmbH und die Nanogate Medical Systems GmbH in Kierspe. 

Laut Adhoc-Meldung des börsennotierten Weltkonzerns vom Dienstag werden die drei Standorte „ operativ und strategisch verbunden.“ Dafür werde zusätzlich ein einstelliger Millionenbetrag fällig, der das Ergebnis belasten werde, teilte Nanogate mit. 

Es könne nach entsprechenden Signalen aus der Automobilindustrie zudem nicht ausgeschlossen werden, dass es branchenbedingt zu negativen Effekten komme. Die Anleger reagierten enttäuscht. Seit Dienstag verlor die Aktie mehr als 15 Prozent ihres Wertes. 

Bestandteil der Reorganisation ist auch die„Verschlankung von Management- und Personalstrukturen.“ Auf Nachfrage erklärte ein Unternehmenssprecher dazu, dass es „aktuell  keine konkreten Pläne für einen Stellenabbau an den Standorten in Lüdenscheid und Kierspe“ gebe. Im Gegenteil: Man suche Fachkräfte und stelle neu ein. 

An der Golsberger Straße in Lüdenscheid sind aktuell 160 Mitarbeiter beschäftigt. Nanogate hatte den Oberflächenspezialisten Vogler 2014 übernommen. 2016 erfolgte die Umfirmierung. Vogler Systems produziert hochwertige Lackierungen, unter anderem für namhafte Automobilhersteller. 

Bei den beiden Kiersper Konzern-Töchtern sind 170 Mitarbeiter beschäftigt, der überwiegende Teil bei der Nanogate Goletz Systems GmbH. Das Unternehmen gilt als Spezialist für Kunststoffkomponenten und Oberflächenveredelung. 

Kierspe profitiere ganz aktuell von einem 10-Millionen-Auftrag eines „führenden Herstellers von Premium-Kaffeemaschinen“, erklärte der Unternehmenssprecher. Wesentliche Bestandteile würden hier produziert.

Für die Mitarbeiter in Bad Salzuflen sieht es dagegen wohl weniger rosig aus. Hier würde die Situation noch bewertet, hieß es von Unternehmensseite auf die Frage, wo die "Verschlankung der Personalstrukturen" denn greife. Bis Ende 2020 soll die Restrukturierung abgeschlossen sein.

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