Kerle und Katzenfrauen statt wilder Tiere

+
Beim wilden Drehen fliegen die Haare: Akrobatik beim Zirkus Henry Renz. ▪

LÜDENSCHEID ▪ So könnte er aussehen, der Zirkus von Morgen: Kleine, unaufwändige, aber schön spannende Akrobatik, die durch gute Lichttechnik angemessen in Szene gesetzt wird. Dazu der Verzicht auf Wildtiere, um weder Tierschützer, noch Verfechter artgerechter Tierhaltung auf den Plan zu rufen. Charmante Clownerien ergänzen das Ganze, und als Entertainer steht kein guter alter Zirkusdirektor mehr in der Manege. Stattdessen folgen die Programmpunkte Schlag auf Schlag, denn viel aufzubauen ist nicht mehr – nur der Auftritt der Pferde muss länger vorbereitet werden – in der Pause.

Doch die Mischung, die der Zirkus Henry Renz am Donnerstag erstmals im Zelt auf der Hohen Steinert zeigte, kam durchaus an beim Publikum. Immer wieder wanden und schraubten sich die Akrobaten an Seilen in die Höhe, schaukelten kühn zehn Meter über den Köpfen der Zuschauer, wobei zum Teil nicht einmal Sicherungseinrichtungen zu bemerken waren. Doch alles ging glatt, kein sichtbarer Patzer trübte den Eindruck einer gut durchdachten Show, bei der künstliche Nebel, farbiges Licht und Schattenwürfe das Ihre dazu beitrugen, muskelbepackte Kerle sowie Katzen- und Schlangenfrauen wirkungsvoll in Szene zu setzen. ▪ thk

Der Zirkus Henry Renz zeigt sein Programm am Freitag und Samstag ab 16 und ab 19.30 Uhr sowie am Sonntag ab 15 und ab 18 Uhr auf der Hohen Steinert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare