Keller und Straßen unter Wasser

Stadtalarm in Lüdenscheid, Unfall auf der A 45

Eine Gewitter- und Regenfront zog am Samstagnachmittag und am Abend über Lüdenscheid hinweg. Gullys konnten die Wassermassen - hier ein Kanalschacht auf auf der Altenaer Straße - nicht mehr fassen. Es wurde Stadtalarm ausgelöst. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Lüdenscheid - Gewitter mit heftigen Regenfällen haben die Feuerwehr am Samstagabend in einen Dauereinsatz versetzt. Es wurde Stadtalarm ausgelöst. Nach Angaben der Feuerwehr waren so viele Gebäude, darunter auch Firmen, unter Wasser gesetzt worden und Gullys verstopft, dass alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte alarmiert wurden.

Auf der A 45 kam es in Höhe Lüdenscheid Mitte in Fahrtrichtung Frankfurt gegen 17 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren.

Eine Person wurde schwerstverletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Vier weitere Personen wurden verletzt. Es entstand ein kilometerlanger Stau. Auch hier war die Lüdenscheider Feuerwehr im Einsatz.

Am Nachmittag gegen 15.30 Uhr war die erste Gewitterwalze auf Lüdenscheid zugerollt. Nicht viel später ergossen sich Wassermassen besonders über die Innenstadt.

Gullydeckel, die mit Laub verstopft waren, konnten den Regen nicht auffangen. Es staute sich Wasser an den Straßenrändern, aber auch mitten auf den Straße, besonders in der Senke vor dem Parktheater. In manchen Bereichen der Stadt, zum Beispiel in Stüttinghausen, blieb es dagegen trocken.

Überschwemmung in Pöppelsheim am Eichenweg: Hier konnte das Überlaufbecken die Wassermassen nicht mehr halten (hier klicken zum Vergrößern).

Doch am frühen Abend brach dann die nächste Gewitter- und Regenfront über Lüdenscheid herein – diesmal flächendeckend. Straßenzüge glichen teilweisen Seenplatten. Fontänen spritzten aus den Gullys – ob auf der Altenaer Straße, Im Olpendahl oder auf der Talstraße. Kläranlagen liefen voll.

Immer wieder stand das Wasser auf den Straßen und lief erst, nachdem der Regen nachließ, allmählich ab. Immer wieder kam es zu gefährlichen Fahrmanövern. Autofahrer hatten mit Aquaplaning zu kämpfen. Zu gravierenden Unfällen kam es nach Angaben der Polizei aufgrund der Unwetterlage im Stadtgebiet aber nicht.

Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes hatten im Vorfeld Niederschläge mit jeweils bis zu 35 Litern pro Quadratmeter bei Temperaturen über 20 Grad prognostiziert. Die Unwetterwarnung wurde gegen 20 Uhr aufgehoben. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war da aber längst nicht Schluss.

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