Keine zusätzlichen Spielhallen in der Altstadt

Die „Goldmine“ in der Stichstraße „Im Hof“ genießt Bestandsschutz. Auch weiterhin soll dort eine Spielhalle zulässig sein.

LÜDENSCHEID ▪ Gegen Null ging am Mittwochabend das Interesse an einer Informationsveranstaltung zur Zulässigkeit von Vergnügungsstätten in der südlichen Altstadt.

Keine verzweifelte Hausfrau, deren Ehegatte alltäglich das Haushaltsgeld in einer Spielhölle verzockt, brachte ihre Nöte vor, um die städtische Planung zu beeinflussen. Dabei ging es um die Frage, ob auf der Wilhelmstraße und südlich von ihr zukünftig Spielhallen errichtet werden dürfen. Der neue Bebauungsplan „753“ für die „Südliche Innenstadt“ sieht vor, dass in diesem Bereich keine weiteren Spielhallen errichtet werden dürfen. Die „Goldmine“ in der Stichstraße „Im Hof“ genießt Bestandsschutz. Ihr Betrieb stelle aber auch kein Problem dar, sagten die Stadtplaner Lars Bursian und Rolf Mielke. Es habe dort nie Beschwerden gegeben, weshalb auch über den Bestandsschutz hinaus an diesem Standort ausnahmsweise eine Spielhalle denkbar sei.

Andere Vergnügungsstätten als Spielcasinos sollen in der südlichen Altstadt jedoch weiterhin genehmigt werden können. Diskotheken, Varietés oder Bowlingbahnen seien durchaus erwünscht und passten zum Viertel. „Spielhallen sind von anderen Spielstätten strikt zu trennen“, benannte Lars Bursian die Marschrichtung der vorgelegten Bebauungsplanänderung. Dieses Verfahren wird beschleunigt behandelt. „In letzter Zeit häufen sich die Anfragen für Vergnügungsstätten“, berichtete Bursian.

Noch eine weitere Änderung soll mit dem Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden: Erdgeschosse im Bereich südliche Altstadt sollen zukünftig auch als Wohnungen genutzt werden können. Dies war bisher ausgeschlossen. Eine Nutzung als Wohnung sei besser als ein Leerstand, hieß es. ▪ thk

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