Unfall mit Folgen in Lüdenscheid

"Keine Polizei"! Frau fährt nach Unfall einfach davon - im Firmenwagen

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Der Schaden am Auto war nicht groß, dennoch hat der Unfall für die Unfallfahrerin Folgen. 

Lüdenscheid - Ein eigentlich harmloser Auffahrunfall an der Heedfelder Straße in Lüdenscheid löste eine Kettenreaktion aus. Denn die Unfallfahrerin wollte "keine Polizei" - aus gutem Grund. 

Ein relativ banaler Auffahrunfall am Donnerstagmorgen dürfte empfindliche Folgen haben für eine 40-jährige Frau, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. 

Kurz nach 5.30 Uhr war auf der Heedfelder Straße ein Firmen-Wagen auf einen anderen Pkw aufgefahren. Die Fahrerin hielt kurz an. Sie wolle keine Polizei holen und den Schaden selbst bezahlen, erklärte sie. Dann stieg die Frau, ohne den Schaden zu regulieren, ein und fuhr davon. 

Die Geschädigte rief die Polizei an. Die telefonierte mit der Firmenleitung und begann, die Frau zu suchen. Wie sich herausstellte, wurde ihr bereits die Fahrerlaubnis entzogen. 

Die Polizei suchte in Iserlohn, Hemer und Menden und stoppte einen weiteren Wagen derselben Firma. Doch drinnen saß nicht die Unfallfahrerin. 

Die Gesuchte hatte die Route mit einer Kollegin getauscht, weshalb sie erst kurz vor 8 Uhr in Hemer angehalten werden konnte. Ihre Fahrt war damit beendet. Schlüssel und Fahrzeugschein wurden sichergestellt. Die Polizei ermittelt nun wegen einer Unfallflucht und Fahren ohne Führerschein.

Die Polizei erinnert noch einmal daran, wie sich die Beteiligten eines Unfalls verhalten sollten: 

"Verkehrsunfallflucht ist kein Kavaliersdelikt - auch wenn "nur" ein Sachschaden entstanden ist. Bereits der Parkplatz-Rempler wird so zur Straftat nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB). Wird der Schuldige ermittelt, drohen empfindliche Geldstrafe und Punkte in Flensburg, Entzug der Fahrerlaubnis oder im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe. Wer einen Unfall verursacht, der muss dem Unfallgegner Gelegenheit lassen, Personalien auszutauschen und den Sachverhalt zu klären. Ist der Geschädigte nicht zu finden, ist die Polizei anzurufen. Der Zettel unter dem Scheibenwischer reicht nicht."

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