Keine neue Trauerhalle: Bestatter irritiert

LÜDENSCHEID ▪ rritiert sind die Gesellschafter der Feuerbestattung Sauerland GmbH über die am Donnerstag im STL-Werksausschuss vorgestellten Pläne zum Ausbau der Trauerhalle auf dem Waldfriedhof Loh. „In den Planungen damals war eigentlich der Bau einer neuen Trauerhalle, die direkt ans Krematorium grenzt, vorgesehen. Für Planungen und entsprechende bauliche Veränderungen haben wir 300 000 Euro ausgegeben. Die sind jetzt wohl umsonst ausgegeben worden“, sagte gestern Geschäftsführer Ralf Wendland im LN-Gespräch.

Im Gegensatz dazu soll nun möglichst bis Ende des Jahres die vorhandene und in die Jahre gekommene Trauerhalle bis auf die Bodenplatte abgerissen und darauf ein neues, fast doppelt so großes Gebäude gesetzt werden. Auf den 140 Quadratmetern findet sich dann auch mehr Raum für die Trauergäste – 120 statt bisher 87. Die Halle wird nach Angaben des Amtes für Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW), in deren Regie die Trauerhalle gebaut wird, mit zehn statt bisher sechs Metern deutlich breiter. Mit einer künftigen Höhe von 5,70 Meter bis unters Dach habe der Neubau, der rund 330 000 Euro kosten soll, dann auch den Charakter einer Trauerhalle. Außerdem wird eine behindertengerechte Toilettenanlage gebaut.

Nach Angaben von STL-Werkleiter Wolfgang Klose sei es beim Bau des Krematoriums, das im Herbst 2005 in Betrieb ging, auch um die Trauerhalle gegangen. Nach den Vorstellungen der beiden Architektinnen, Dorothea und Caroline Ossenberg-Engels, die damals nach politischem Beschluss von der Stadt mit der Planung beauftragt worden waren, sollte die Trauerhalle in ähnlichem Stil wie das Krematorium gebaut werden. Schon damals hatte Klose darauf hingewiesen, dass der Neubau, der rund eine Million Euro kosten sollte, noch offen sei. Dazu sei eine gesicherte Finanzierung notwendig. „Das ist heute in dieser Größenordnung aufgrund der Haushaltslage nicht machbar. Aber auch der Bedarf ist angesichts der Anzahl der Kremierungen nicht gegeben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare