Keine Helfer für die Hundewiese

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Symbolfoto

Lüdenscheid - Mit der Zusage der Stadt, ein geeignetes Grundstück am Vogelberg zur Verfügung zu stellen, war für die Hundewiese-Befürworter schon ein Hauptproblem gelöst. Doch alle anderen Probleme, das hat Monika Dobner in den letzten Wochen, gemerkt, lassen sich eben nicht lösen.

Letztlich habe sich niemand für ein Team gefunden, das die Arbeit schultern müsste, sagt die Lüdenscheiderin. Auch die Kosten für den Zaun lassen sich offensichtlich weder durch einen großen Sponsoren noch durch viele Einzelhelfer stemmen. Dobner: „Das ist alles ein bisschen unbefriedigend.“ Somit dürfte das „Projekt Hundewiese“ vor dem Aus sehen, noch bevor es richtig begonnen hat. Monika Dobner bringt es auf die Kurzformel: „Keine Helfer, keine Sponsoren. Es sind alle abgesprungen.“

Dabei hatte es nach einem Gespräch mit Bürgermeister Dieter Dzewas zunächst gut ausgesehen für ein großes Spielgelände am Stadtrand. Über ein vielfältiges Angebot wurde nachgedacht, das Hund und Herrchen Spaß am Besuch der eingezäunten Wiese machen sollte. Letztlich erhoffte man sich auch durch Trainingsangebote auf der rund 10 500 Quadratmeter großen Wiesenfläche sowie über den Verkauf von Tages- und Jahreskarten eine Refinanzierung der Kosten. Eine Hundetrainerin hätte ihre Dienste angeboten, auch mit einer Physiotherapeutin sei eine Zusammenarbeit denkbar gewesen. Ideen gebe es viele. „Aber ich stehe im Prinzip fast alleine da“, sagt die Lüdenscheiderin resigniert.

Auch mit dem Zaun-Problem steht sie alleine da: 15 000 Euro hat der Kostenvoranschlag für einen stabilen Zaun ergeben. Der – 1,60 Meter hoch und mit zwei Toren versehen – müsste das Gelände umgeben und in Eigenarbeit errichtet werden. „Jeder könnte doch einen Meter Zaun finanzieren, für 30 Euro“, hatte sich Monika Dobner überlegt. Auf diese Weise ließen sich die Kosten verteilen. Aber auch hier habe es keine Resonanz gegeben: „Nix. Null.“

Dazu käme die regelmäßige Pflege des Geländes. Die Stadt sei außen vor, habe ihr der Bürgermeister gesagt, anders als in Dortmund beispielsweise, wo die Stadt gleich mehrere Hundewiesen pflege. Das sei hier aber nicht möglich, wurde ihr mitgeteilt. Gleichwohl hat sie Ideen, aber was nutzen die, wenn Mitstreiter fehlen. Bis Ferienbeginn hat Monika Dobner sich und möglichen Helfern jetzt noch Zeit gegeben. Dann gibt sie auf.

Wer die Idee doch noch unterstützen möchte, kann sich bei Monika Dobner unter Telefon 02 35 1/ 45 90 14 oder per E-Mail melden: monika.dobner@gmx.de. - sum

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