Foucaultsches Pendel

Erster Spatenstich für Phänomenta-Erweiterung

+
Der Spatenstich: Dr. Günther Horzetzky (re.) packte an, als es ans Graben ging. Neben Bürgermeister Dzewas waren MdL Gordan Dudas und Angela Freimuth, für die Agentur Dirk Glaser, für die Phänomenta Johannes Pöpping und Helmut Kostal dabei.

LÜDENSCHEID - Der erste Spatenstich für die Phänomenta-Erweiterung ist erfolgt. Zum hohen Besuch aus Düsseldorf durften die Gastgeber um Phänomenta-Chef Johannes Pöpping und Helmut Kostal, Vorsitzender des Stiftungsrates, auch die heimischen Landtagsabgeordneten Gordan Dudas (SPD) und Angela Freimuth (FDP) zählen.

Wo heute die Baugrube ausgehoben ist, soll 2015 der Pendelturm auf dem Neubau stehen.

„Kein VW Golf, kein ICE, kein Airbus kommt ohne Teile aus Südwestfalen aus!“ Dies schon Kindern und Jugendlichen nachhaltig klar zu machen und damit für heimische Unternehmen um Fachkräfte zu werben, ist laut Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium, „das wichtigste Zukunftsprojekt einer ganzen Region“. Sprach’s und ging es zum symbolischen ersten Spatenstich aus dem Café in die Baugrube der künftigen Phänomenta.

SPD-Landratskandidat Lutz Vormann war aus Altena gekommen, für die Südwestfalen-Agentur Dirk Glaser, der nach eigenen Worten schon kaum noch zählen kann, wie häufig er zuletzt in Lüdenscheid war. „Wir haben in Südwestfalen eine sehr bodenständige Regionale“, sagte Glaser. Da tue es gut, mit dem 75-Meter-Turm für das Foucaultsche Pendel in Lüdenscheid und dem Burgaufzug in Altena auch spektakuläre Projekte dabei zu haben.

Das Phänomenta-Team der Stadt hielt sich im Hintergrund. Klar: Ihm konnte Sprecherin Dunja Landi (vorn) wenig Neues erzählen.

Staatssekretär Horzetzky hob in seinem Grußwort das geplante Technikzentrum hervor. „Es wird erst dank der beteiligten Unternehmen möglich und schafft die Verknüpfung von Wirtschaft und Schule.“ An dieser Stelle gab es erstmals Applaus aus dem Publikum, in dem zahlreiche Vertreter aus Rat und Verwaltung der Stadt Lüdenscheid saßen.

Obwohl die Phänomenta ab jetzt um 2000 Quadratmeter in die Breite und 75 Meter in die Höhe wachse, werde es gar nicht so viele Gelegenheiten zum Feiern geben, sagte Johannes Pöpping. „Spatenstich, Richtfest und Eröffnung – das war’s.“ Er dankte der Stadtverwaltung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit: Schon in Kürze könne die Bodenplatte für den Phänomenta-Erweiterungsbau gegossen werden. Der Umbau verkleinere die aktuelle Ausstellungsfläche zwar um ein Viertel, doch gehe dies nur auf Kosten von drei Exponaten. „Wir bleiben auch in der Bauphase attraktiv“, so Pöpping. Und 2015, wenn alles steht, sollen 70 neue Ausstellungsstücke hinzukommen.

Alle Anwesenden freuten sich besonders darüber, dass auch Kostals Vorgänger Dr. Walter Hueck zu dem Spatenstich erschienen war. „Mindestens zehn Jahre haben wir nun geplant und überlegt, jetzt ist es endlich soweit“, sagte die graue Eminenz der Phänomenta. Bürgermeister Dieter Dzewas erinnerte daran, wie alles begann: „Dr. Hueck und ich sprachen damals erstmal nur über die enge Parkplatzsituation der Phänomenta – was daraus jetzt wird, konnte damals noch niemand ahnen.“

Für Dzewas sind Pendel und Technikzentrum „die wichtigste Zukunftsinvestition mindestens dieses Jahrzehnts“. Dass mit dem Polymer-Trainingscenter, dem künftigen Internat des Kunststoffinstituts (LN berichteten), bald ein weiterer Meilenstein aus der Wirtschaft im Quartier hinzukommen soll, habe zuletzt noch gezeigt, wie gut das Geld in die Phänomenta investiert sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare