Kein Brot, kein Fisch, kein Tafelwasser

LÜDENSCHEID – Wer vor, während oder nach den Festtagen schlemmen wollte, hatte in manchen Lüdenscheider Supermärkten das Nachsehen und musste ohne Pfifferlinge und Tafelwasser nach Hause gehen. „An zwei Tagen haben wir weder frischen Fisch noch Brot bekommen. Im Bereich der klassischen Kolonialwaren war der Nachschub gleich Null“, erklärte Dieter Muth, Marktmanager des Toom-Verbrauchermarktes an der Altenaer Straße.

Schuld an den Engpässen waren die schlechten Wetterverhältnisse mit viel Schnee und Eis und das daraus resultierende Fahrverbot für Lastwagen. Muth: „Und das hat sich dann wie eine Kettenreaktion fortgepflanzt – so schauten unsere Zulieferer und wir und am Ende der Reihe auch unsere Kunden in die Röhre.“

Die Kunden seien jedoch trotz mancher fehlender Artikel gelassen geblieben. „Die meisten hatten Verständnis. Sie waren informiert und kannten die Gründe für das Problem.“ Einzelne Beschwerden habe es aber auch im Toom-Markt gegeben. „Die ewigen Nörgler gibt es immer“, so Muth.

Ein ähnliches Fazit kann auch der Hit-Marktleiter Drazen Celebija ziehen. „Wir konnten nichts machen – und das haben auch die meisten Kunden verstanden.“ Um den Rückstau an Lieferungen abzuarbeiten und vor allem, um die Lieferanten zu entlasten, sind die Tore der Warenannahme des Hit-Marktes in diesen Tagen bis 22 Uhr geöffnet. „Wir mussten reagieren. Anders ist das Problem nicht zu lösen“, erklärt Celebija.

Es werde noch bis in die zweite Januarwoche dauern, um den gesamten Lieferrückstau abzuarbeiten, sind sich Celebija und Muth einig: „Aber dann müsste alles wieder in geregelten Bahnen laufen.“

Ohne Störungen lief das Weihnachtsgeschäft in den Märkten von Edeka und Kaufpark. „Bei uns lief alles glatt und ohne Verzögerungen. Unsere Lieferanten waren immer pünktlich und mit allen Waren, die wir geordert hatten, zur Stelle“, berichtet Dogan Kara, stellvertretender Marktleiter des Edeka-Marktes. Auch sein Kollege Thorsten Paulsen, Marktleiter des Kaufparks an der Schützenstraße, war von Lieferverzögerungen nicht direkt betroffen. „In einem Fall kam eine Ladung ein paar Stunden zu spät. Aber das werte ich nicht als Problem“, erklärte Paulsen.

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