Kein Anschluss beim Kinderschutzbund

Keine Verbindung: Kinderschutzmitarbeiterin Bärbel Junge muss schon seit Wochen improvisieren.

LÜDENSCHEID ▪ Erst, wenn’s fehlt, merkt man, wie sehr: Seit fünf Wochen ist der Kinderschutzbund (KSB) in seiner Geschäftsstelle an der Freiherr-vom Stein-Straße 27 mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Telefonleitungen nicht funktionieren. Für den Vorsitzenden Uwe Hindrichs ist die Situation mittlerweile „dramatisch und schwierig“.

Beratung in Notfällen, das Alltagsgeschäft, die Vorbereitung einer Fachtagung – mit allem gibt’s Probleme. Seit fünf Wochen beispielsweise brauchen die rund 20 ehrenamtlichen Helfer an den Beratungstelefonen für Kinder und Eltern gar nicht erst zum Dienst anzutreten. Anrufer der bundesweiten Nummer werden direkt an andere Stellen weitergeleitet. Das frustriere die Helfer, weiß Hindrichs.

„Seit Monaten fällt das Telefon immer mal wieder aus“, weiß der KSB-Vorsitzende. Inzwischen sind alle Leitungen tot, die Telefonnummer der Geschäftsstelle 3010 ist dauerbesetzt. Ob all das mit den Bauarbeiten im Umfeld zu tun haben könnte, weiß er nicht. Auch die Telekom blieb bislang eine Antwort schuldig. Auf Nachfrage der LN konnte das Unternehmen auch keine schnelle Antwort versprechen. Die Ursachenforschung, so hieß es, sei nicht mit einem Anruf erledigt.

Mit Sicherheit gelöst werden die Probleme am Standort zum Jahresende, denn dann will der Kinderschutzbund ins neue Domizil am Jahnplatz umziehen. Doch bis dahin können und wollen die Mitarbeiter nicht aufs Telefon verzichten. Also improvisiert man, so gut es geht. Ein Problem im Moment ist für die Kinderschützer auch die Organisation einer Fachtagung am 19. November im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ohne die Möglichkeit einer telefonischen Anmeldung. Das Thema passt zur Lage: „Resilienz – die Fähigkeit, wieder aufzustehen“.

Nähere Infos auf www. kinderschutzbund-luedenscheid.de

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