Kaum ist Streusalz da, ist es auch schon wieder weg

Marktleiter Tobias Honermeier sorgt für einen kontinuierlichen Streusalznachschub.

LÜDENSCHEID – Kaum war es da, war es auch schon wieder weg – das Streusalz, das gestern gegen 9.30 Uhr auf einem großen Lastzug auf das Gelände des Raiffeisen-Marktes an der Werdohler Landstraße gerollt war. „Die ganze Verkaufsaktion hat nur zweieinhalb Stunden gedauert. Dann war auch das letzte Körnchen Salz weg“, berichtete Marktleiter Tobias Honermeier.

15 Tonnen des weißen Goldes hatte der Marktleiter bereits im Oktober geordert. „Nach den Erfahrungen aus dem letzten Winter haben wir vorgesorgt. Wir können schon jetzt sagen, dass wir 50 Prozent mehr gekauft und verkauft haben, als im Vorjahr“, zieht Honermeier eine Zwischenbilanz.

In Lüdenscheid hatte sich die Nachricht von der Salzlieferung wie ein Lauffeuer verbreitet. „Ich habe von Bekannten gehört, dass es heute Salz gibt und bin sofort hierher gefahren“, sagte Marion Ulrich. Neben ihr konnten weitere 214 Bürger jeweils drei 10-Kilo-Säcke mit nach Hause nehmen. „Wir haben bei der Abgabemenge ein Limit gesetzt, damit wir so viele Bürger wie möglich versorgen können“, erklärte Honermeier. Auch er wisse nur zu genau, dass selbst für Privatpersonen 30 Kilo Streusalz nur ein Tropfen auf den heißen Stein seien. „Das ist ja schneller weg, als man gucken kann – bei solchen Wetterverhältnissen.“

Die Kunden nahmen die Kaufbegrenzung gelassen hin und zeigten Verständnis für die Regelung des Raiffeisen-Marktes – auch wenn mancher gerne noch den ein oder anderen zusätzlichen Streusalzsack in sein Auto geladen hätte.

Doch kann der Raiffeisenmarktleiter seine Kunden mit einer guten Nachricht beruhigen. Schon im Laufe der ersten Januarwoche wird wieder ein Lkw erwartet, der dieses Mal 25- und 50-Kilo-Säcke an Bord haben wird. „Das sind dann schon andere Dimensionen.“ Und auch der Nachschub an Eisscharren, Aluschaufeln und Schneeschiebern sei gesichert, so Honermeier. „Wir haben eigentlich immer noch etwas in unserem Markt. Da müssen sich unsere Kunden keine Gedanken machen.“ Auch gestern griffen viele Käufer in die Regale, um sich mit neuem Räumwerkzeug auszustatten.

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