Stadt: Nahversorgungszentrum stärken

Umfangreicher Kaufpark-Neubau Kölner Straße: Planungen vorgestellt

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Der Wandel an der Kölner Straße geht weiter. So sollen die Gebäude auf der linken Seite des Bildes bald abgerissen werden. Dort ist ein neuer Supermarkt mit beträchtlichen Ausmaßen geplant.

Lüdenscheid - Das umfangreiche Neubauprojekt Kaufpark an der Kölner Straße hat die Stadtverwaltung in einer öffentlichen Infoveranstaltung vorgestellt.

Das Gesicht der unteren Kölner Straße wird sich voraussichtlich weiter verändern. Der Grund dafür: Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll das dortige Nahversorgungszentrum gestärkt werden. Im November vergangenen Jahres hatte sich bereits der Planungsausschuss mit dem Projekt befasst – und es für grundsätzlich gut befunden. Jetzt stand eine öffentliche Info-Veranstaltung zu dem Thema an.

Andreas Weidemann und Martina Baumast vom Stadtplanungsamt sowie der Halveraner Architekt Dirk Eicker informierten dabei knapp 20 Bürger über das Vorhaben. Und das sieht so aus:

Unterhalb des Aldi-Neubaus an der Ecke Kölner Straße/Germanenstraße liegt bekanntlich der Vollsortimenter Kaufpark (Rewe). Der soll künftig zwecks erheblicher Vergrößerung und Modernisierung auf das Areal auf der anderen Straßenseite umziehen. Dort befanden sich bis Dezember des vergangenen Jahres die Betriebsräume des Fitness-Studios Quo Vadis, eine alte Gewerbehalle und ein Getränkemarkt. Diese Komplexe aber soll die Abrissbirne beseitigen. In der Folge könnte dann ein Investor – er blieb bei der Info-Veranstaltung namentlich ungenannt – ein markantes Gebäude errichten. In das würde der Kaufpark dann als Mieter einziehen.

Der Neubau für den Vollsortimenter mit einer maximalen Höhe von circa 6,50 bis 8,50 Metern soll eine Kernverkaufsfläche von 2000 Quadratmetern bieten. Dazu kämen noch 400 Quadratmeter für „Randsortimente“, so etwa für einen Back-Shop. Auch ein Getränkebereich soll in den Bau integriert werden. Gleichzeitig, so der Plan, wird im alten Kaufpark-Gebäude ein Drogeriemarkt Quartier nehmen.

Dem Kaufpark-Neubau, der Herrichtung von Parkflächen sowie einer Kanalbaumaßnahme muss übrigens auch wieder Grün geopfert werden. Andreas Weidemann: „Der Großteil der vorhandenen Bäume wird nicht zu halten sein.“

Klar ist außerdem, dass die Szenerie an der unteren Kölner Straße durch den Wandel nicht eben leiser und verkehrsärmer wird. Lärmschutz ist daher, so der zuständige Architekt Dirk Eicker, auch Bestandteil der Baumaßnahme. So soll etwa zur Geräuschreduzierung die Zulieferung des Vollsortimenters künftig „eingehaust“, also mit Dach und Wänden versehen werden.

Allerdings wies Verwaltungsmann Weidemann darauf hin, dass der Lärmpegel in dem Gebiet durch das Bauprojekt laut Gutachten nur ganz minimal erhöht werde. Ein Grund zur Freude ist das aber nicht unbedingt. Denn wie Weidemann einräumte, ist die Vorbelastung an der Kölner Straße derart hoch, dass die Lärm-Richtwerte dort ohnehin „bisweilen deutlich überschritten werden“.

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