Katholische Gemeinden bauen nur das Dringendste

Im Rahmen der Bauarbeiten an der Kirche Maria Königin wird auch der Treppenaufgang zur KIrche saniert.

LÜDENSCHEID ▪ Große Bauvorhaben bei relativ leeren Kassen – dieses Problem kennen auch die katholischen Gemeinden. Finanziell gesichert sei der zweite Bauabschnitt der Instandsetzung der Kirche St. Josef und Medardus – dank erheblicher Mittel vom Bistum Essen, sagte Dechant Johannes Broxtermann gestern im Gespräch mit den LN. Ganz anders beim dritten Bauabschnitt, der 2011 bevorsteht: „Da müssen wir als Gemeinde (finanziell) nochmal ran.“

Streng zwischen dem unbedingt Notwendigen und dem Wünschenswerten unterscheidet die Gemeinde Maria Königin beim Umbau des Jugendheims in ein neues Gemeindezentrum. So werden die Dämmung des Gebäudes und der Einbau neuer Fenster auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Ein Aufzugschacht wird zwar eingebaut, aber vorläufig nicht mit einem Aufzug ausgestattet. Auch der Ausbau des großen Gemeindesaals im Obergeschoss wird auf eine zweite Bauphase verschoben. Dass die Arbeiten trotz des engen Finanzkorsetts bereits laufen, verdankt sich vor allem dem Engagement von Gemeindegliedern, die sogar zum Bohrhammer gegriffen haben. Die kleinen Zellen der ehemaligen Schwesternwohnung mussten für die Räume der neuen Wohnung von Pastor Hans Ferkinghoff vergrößert werden. Dechant Johannes Broxtermann schätzt den Wert dieser Arbeits-Spende auf bis zu 30 000 Euro.

Insgesamt stehen für beide Baumaßnahmen derzeit je 200 000 Euro zur Verfügung, die vor allem aus dem Verkauf eines Grundstücks am Dickenberg und des Kindergartens Lisztstraße stammen.

Broxtermann hofft, dass die Arbeiten bis Weihnachten soweit abgeschlossen sein werden, dass das Gemeindezentrum genutzt werden kann. Auch Pastor Ferkinghoff soll zu diesem Zeitpunkt in seine neue Wohnung ziehen. Das alte Pfarrhaus wird vermietet. ▪ thk

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