Gut gemeinte Ideen an Realität vorbei

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck diskutierte in den Gruppen mit.

Lüdenscheid - Der Dialogprozess „Zukunft auf katholisch“ im Bistum Essen hat nun unmittelbar das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid erreicht: Rund 300 Katholiken aus allen Pfarreien des Bistums nahmen am Samstag am 6. Bistumsforum in der Lüdenscheider Schützenhalle teil.

Darunter waren auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer. Das Thema hieß diesmal „Glaubensweitergabe in der Welt“. Entsprechend waren zu diesen Bistumsforum explizit diejenigen angesprochen worden, die sich in den Gemeinden mit der Katechese befassen und sich zum Beispiel in der Vorbereitung zur Erstkommunion oder zur Firmung engagieren.

Fragen wie „Durch wen oder was ist es in meinem kirchlichen Umfeld einmal gelungen, dass der Funke des Glaubens übergesprungen ist?“ wurden zunächst in kleineren Gruppen und dann im Plenum diskutiert. Dazu wurden einige der Teilnehmer zu ihren Erfahrungen mit der Glaubensweitergabe interviewt. Dass eine Veränderung der „Glaubenskommunikation“ unbedingt nötig sei, damit der christliche Glaube nicht verschwinde, hatten Overbeck und Pfeffer bereits in einem Impulspapier zum Bistumsforum formuliert. Wie das geschehen könnte, wurde offen diskutiert. Pfarrer Johannes Broxtermann sagte im Nachhinein: „Die Stimmung war gut.“ Aber er habe oft auch Anlass gehabt, „die Augen zu verdrehen“ – nämlich immer, wenn gut gemeinte Ideen geäußert wurden, was man noch alles in den Gemeinden tun könne, um die Menschen zu erreichen. „Wer soll das denn machen?“ fragte Broxtermann angesichts der dünnen Personaldecke.

Zur Abschlussmesse am Abend kamen noch etwa 100 Katholiken aus den Gemeinden in die Schützenhalle.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare