„Mir losse der Dom in Rönsahl“

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Für viel Freude sorgte das Tanzkorps des Wipperfürther Karnevalsvereins „Narrenzunft Neye“ bei der Karnevalsfeier im Rönsahler Gemeindehaus. ▪

RÖNSAHL ▪ „Dat Hätz von dr Welt, ja dat is Kölle...“- und manchmal vielleicht ein Stück weit eben doch auch Rönsah – so mag das mancher am Samstagabend beim Karneval im Grenzdorf empfunden haben.

„Met dem Kölsche Pass mät dat Lewwe Spass.“ Auch das mag sein, vor allem sicher aber in närrischen Zeiten, wenn der Stimmungspegel bei den Anhängern von „König Karneval“ unaufhörlich steigt, je mehr sich die „fünfte Jahreszeit“ ihrem Höhepunkt nähert.

Allerdings war der „Kölsche Pass“ nicht unbedingt Voraussetzung für Jubel, Trubel, Heiterkeit, beste Feierlaune und ausgelassene Stimmung, wie sie nun schon seit Jahren Trumpf ist, wenn König Karneval auch in Rönsahl sein Zepter schwingt. Als nämlich am Samstagabend im Schatten von „St. Servatius“ wieder die beliebte Karnevalsveranstaltung „Von Rönsahl für Rönsahl“, arrangiert und initiiert von einer engagierten Schar von Karnevalsfreunden aus der Dorfgemeinschaft, angesagt war, da war auch diesmal die räumliche Nähe zum benachbarten Rheinischen und den dortigen karnevalistischen Hochburgen unverkennbar.

„Vorhang auf und Bühne frei für Spaß und Frohsinn, Narretei“, so hieß es gleich zum Entree, als die engagierte Stimmungskapelle mit flotten Karnevalsrhythmen dafür sorgte, dass die große Schar der in der Mehrzahl geschmackvoll verkleideten Jecken schon bald auf „Betriebstemperatur“ kam.

Ein gerüttelt Maß daran, dass sofort beste Feierstimmung und gute Laune angesagt war, hatte vor allem Holger Scheel, der gemeinsam mit Dieter Raspe mit gekonnter Moderation durch den Abend führte und zunächst im Stil von „Herbert Knebel“ etliche Kalauer vom Stapel ließ und dabei sofort die Lacher auf seiner Seite hatte, um später dann als findiger und mit Land und Leuten bestens vertrauter „Dorfreporter“ frisch vom Leder zu ziehen. Bei seinen mit etlichen humoristisch und witzig- spritzig verpackten Bonmots aus eigenem Fundus versuchte sich der Hobby-Entertainer noch dazu als talentierter Stimmenimitator, ließ dabei unter anderem Angela Merkel und Altbundeskanzler Kohl zu Worte kommen und nahm mit hintersinnigem Humor Stellung zum aktuellen Geschehen und das Agieren von Politgrößen in Dorf, Stadt und Bund. Dabei bekamen sowohl die örtliche CDU, die sich nach und nach mehrheitlich von der „Kastanienfällaktion“ in Kierspe entfernt habe, weil wohl zu befürchten sei, dass dabei auch „die Linde“ zu Fall kommen könne, als auch SPD und FDP in Stadt und Bund „ihr Fett“ ab.

Echt „Kölsche Tön‘“ hatte später Jürgen Spielmann, alias „Tante Wilma“ als „erstes echt Kölsches Mitglied der Rönsahler Landfrauen“ im humoristischen Gepäck. Heiterkeitserfolge am laufenden Band erzeugten auch Jannik Blumberg und Daniel Häger, als „Colonia Duett“ erstmals in Rönsahl mit von der Partie. Und einmal mehr bewährte sich auch das an diesem Abend wiederum praktizierte Miteinander der Anhänger von König Karneval im hiesigen Raum und deren Bereitschaft, über den engen Tellerrand des eigenen Bereichs im rheinisch-westfälischen Grenzland hinaus zu blicken und damit dem närrischen Treiben insgesamt neue Freunde zuzuführen.

Zum absoluten Höhepunkt gerieten Einmarsch und anschließender Auftritt des kompletten Elferrates des Wipperfürther Karnevalsvereins „Narrenzunft Neye“, der sich nebst Tanzcorps, Hofstaat und natürlich dem närrischen Dreigestirn der Session, Prinzessin Georgina, Prinz Bernd II und Bauer Rüdiger, die Ehre gab. Die Botschafter rheinischen Frohsinns heizten die gute Stimmung weiter an und trugen – wie auch die vielen ehrenamtlich tätigen dienstbaren Geister hinter Tisch und Tresen – dazu bei, dass die Besucher einen langen und unterhaltsamen Abend erleben konnten. ▪ cr

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