Karnevalstrubel im katholischen Pfarrbezirk

Die Kolping-Kids überzeugten auf der Karnevalsfeier für alle drei katholischen Gemeinden im Pfarrsaal von St. Joseph und Medardus mit Tänzen und Liedern.

LÜDENSCHEID ▪ Ausgelassene Stimmung herrschte am Samstagabend im Pfarrsaal von St. Joseph und Medardus, wo die Karnevalsfeier für alle drei katholischen Gemeinden im Pfarrbezirk über die Bühne ging.

Bei vollem Haus genossen die ebenso gutgelaunten wie phantasievoll kostümierten Anwesenden ein buntes Programm mit Tanzeinlagen, Liedbeiträgen Sketchen und Büttenreden unter der Moderation von Cordula Beck und lieferten ihr dreifaches „St. Medardus, Helau!“ nach Aufforderung höchst punktgenau ab. Nach dem Einmarsch der Geistlichkeit machten die Kolpings-Kinder mit dem Lied „Smile“ den Auftakt und waren später mit weiteren Lied- und Tanzbeiträgen zu hören und zu sehen.

Pastor Hans Ferkinghoff begrüßte die Gemeinde auf seine Weise. Mit einem Tannenbaumtorso in der Hand bekannte der Geistliche siegesbewusst: „Wir hatten den größten“. Mit Wortwitz kalauerte er sich durch seine Büttenrede und schlug den Bogen von christlichen Festen, Juden und Hindus bis zum Kauf eines maßgeschneiderten Anzugs.

Stefan Hoffmann besang an der Gitarre Berlin und Brandenburg, Eva Müller und Rebecca Schuh glänzten mit Sketchen von Loriot, in Bademänteln sinnierten Carsten Hempler, Ferdinand Riegel und Peter Böhns gemeinsam mit dem Publikum über einen Saunaaufguss. Temperamentvolle Tänze zeigten Kinder des TSG Lüdenscheid sowie des TSC Blau-Weiß und ernteten dafür viel Applaus. Einen weiteren Höhepunkt lieferten „Evas Töchter“ alias Angelika Marsch, Birgit Straube, Heidemarie Klatt und Annette Littmann ab. Das Quartett punktete mit völlig überzeichneten Auswirkungen der Gesundheitsreform: „Wie Sie wolln ,n’ Arzt? Ham Se geerbt oder so? Operieren müssen Se sich schon selbst“, klärte die Dame an der Rezeption eine kranke Patientin auf, die sich zu allem Überfluss noch die Frage gefallen lassen musste, ob Sie denn alles Nötige für ihre Selbst-OP dabei habe wie Handschuhe, scharfe Scheren, Nadel und Faden? Auch Kaplan Vinzent Graw schlüpfte in die Rolle des Sängers und fünf Herren eröffneten zu später Stunde das Finale des gelungenen Abends mit „Can Can“. Durch den Abend führte traditionell der Kölner Alleinunterhalter Dieter Jacobs. Er zog spontan zu jedem Topf auf der Bühne einen passenden, musikalischen Deckel aus dem Ärmel, überbrückte damit souverän Wechsel und kleinere Umbauten auf der Bühne und perfektionierte damit die Stimmung im Saal auf angenehm klangvolle Weise.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare