Kaputte Straßen: Ab 2012 bittet die Stadt zur Kasse

Der Knapp ist laut der Prioritätenliste die kaputteste Straße in Lüdenscheid – und 2012 als erste mit der Sanierung dran.

LÜDENSCHEID - Von 2012 bis etwa 2020 will die Stadt 22 Straßen sanieren, wozu laut Kommunalabgabengesetz (KAG) auch die Anlieger mit bis zu 70 Prozent der Kosten heranzuziehen sind. Eine jetzt dem Bauausschuss vorgelegte Prioritätenliste sieht dabei eine Reihenfolge vor, die sich nach dem Grad der Schäden richtet – Motto: je kaputter, desto eher. Mit einer bis zwei Straßen will die Stadt im nächsten Jahr anfangen, danach könnten zwei bis drei pro Jahr saniert werden.

Die aktuelle Reihenfolge, die sich nach harten Wintern mit großen Schäden auch noch ändern kann, sieht die 22 Straßenzüge wie folgt (in Klammern der Prozentanteil der Kosten, der auf die jeweiligen Anlieger umgelegt wird):

Knapper Straße (60), Opderbeckstraße (70), Berliner Straße (50), Glatzer Straße (50), Markhahn (70), Am Bierbaum (70), Buckesfelder Kopf (70), Memeler Weg (70), Schulstraße (70), Timbergstraße (70), Friedrich-Wilhelm-Straße (70), Oberer Worthhagen (70), Im Schmidtschen Kamp (70), Wassersteige (70), Am Galgenberg (70), Am Westhang (70), Gluckstraße (70), Hagedornskamp (70), Wilhelm-Busch-Straße (70), Claudiusstraße (70), Vogelberger Weg (50) und Lennestraße (30).

Der Grad der Beteiligung der Anlieger richtet sich danach, ob ihr Grundstück an einer Anliegerstraße (70 Prozent), einer Hauptgeschäftsstraße (60), einer Haupterschließungsstraße (50) oder einer Hauptverkehrsstraße (30 Prozent) liegt.

Für den Bau- und Verkehrsausschuss, der am Mittwoch ab 17 Uhr im Ratssaal öffentlich berät, stellte die Verwaltung auch die Kriterien zusammen, nach denen sie diese Prioritätenliste erstellte. So gab zu 70 Prozent der Straßenzustand den Ausschlag, der durch ein unabhängiges Ingenieurbüro festgestellt wurde. Zu 20 Prozent kam die Verkehrsbedeutung der Straßen hinzu, und zu zehn Prozent zählte der Anliegeranteil an den Gesamtkosten.

Alle Lüdenscheider Straßen wurden von dem Büro in eine Skala von 1,0 (sehr gut) bis 5,0 (sehr schlecht) eingestuft. Die 22 jetzt genannten liegen allesamt schlechter als 4, die Knapper Straße als kaputteste bei 4,9. Bei jährlich 650 000 eigenen Euro für den Straßenbau rechnet die Stadt mit den Anliegeranteilen damit, dass sie pro Jahr eine Million Euro verbauen kann.

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