Entlastung für Altenaer Straße

Lüdenscheid -  Die große Kanalbaumaßnahme des Stadtentwässerungsbetriebs Lüdenscheid in der Altenaer Straße wird bei Fortdauer des unbeständigen Wetters auch in diesem Jahr nicht komplett fertiggestellt werden können. Die gute Nachricht aber ist: Die Einschränkungen für Autofahrer werden deutlich geringer ausfallen.

Zu den Arbeiten am Hauptsammler im inzwischen mehrfach unterteilten Bauabschnitt 2 kommt noch im Herbst eine weitere Baustelle hinzu. Ein provisorisch asphaltierter und holperiger Streifen von 120 Meter Länge zwischen Schöneborn und der BFT-Tankstelle muss stadteinwärts bis zum Winter erneuert werden. Gutes Wetter vorausgesetzt, wird mit etwa drei Wochen Bauzeit gerechnet.

Wetterprobleme auch untertage

Die Großbaustelle für den Kanal unter der stadtauswärts führenden Richtungsspur hat auch in diesem Jahr unter dem schlechten Wetter gelitten. Nachdem im Juni 2013 ein Teil der bereits fertiggestellten Strecke in einem Gewitterregen weggerissen worden war, ist dieser Abschnitt zwischen Wiesenstraße und Einfahrt Gartencenter Kremer inzwischen abgeschlossen. Auf dem Folgestück bis etwa Pit-Stop ist das 1,90 Meter hohe und 1,30 Meter breite ovale Gewölbe gemauert. Auf Grund der in diesem Bereich verstärkt vorhandenen Undichtigkeiten wird jede einzelne Fuge zwei bis drei Zentimeter tief ausgestemmt, neu verfüllt und anschließend die Wand neu beschichtet – allerdings nur bei gutem Wetter. Bei stärkerem Regen stünden die Bauarbeiter im Wasser, weil die improvisierte Verrohrung nicht alles abführen kann. Bei drohendem Gewitter und Starkregen kann sich das Gewölbe mannshoch mit reißendem Wasser füllen. Mit viel Regen und Gewittergefahr in diesem Sommer habe man daher kaum über längere Abschnitte arbeiten können, erklärt Johannes Irle vom SEL die Lage auf der unterirdischen Baustelle.

Änderung ist in Sicht unterhalb von Pit-Stop, wo das Gewölbeprofil von Mauerwerk auf Beton wechselt und kaum noch Grundwassereintrag erfolgt. Auch das werden Autofahrer und Passanten zwar nicht direkt zur Kenntnis nehmen, doch in diesem Sektor reichen Fahrbahnverengungen aus. Zur Einziehung einer ganzen Fahrspur kommt es dann nicht mehr.

Provisorium wird beseitigt

Das allerdings wird in der Gegenrichtung nötig, wenn der SEL ein Provisorium beseitigt. Über einem parallelen Kanal, der vor einigen Jahren unter den Fahrspuren stadteinwärts gebaut worden war, um sauberes Grundwasser von der Kläranlage Rahmedetal fernzuhalten, war die Fahrbahndecke nur provisorisch hergestellt worden in Erwartung, dass die Stadt selbst wie geplant die Fahrbahn erneuert. Das Vorhaben ist inzwischen vom Tisch, weil die Baulast an das Land NRW übergegangen ist und dort erst für 2019 die Straßenerneuerung auf der Agenda steht. Bis dahin aber werde das Provisorium nicht halten, sagt Irle zu seinem Zusatzprojekt. Drei Wochen im Herbst, 275 Meter Länge unter Sperrung einer Fahrspur – danach dürften die Autofahrer Ruhe haben mit der Baustelle Altenaer Straße in diesem Bauabschnitt. - flo

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