Kalver Straße: Stadt sieht Handlungsbedarf

Die Zustände im Bereich des alten Sonneborn-Möbelhauses werden von vielen Anliegern scharf kritisiert.

LÜDENSCHEID ▪ er städtische Verkehrsplaner Hans Hutya zeigt Verständnis für die Kritik der Anwohner der Kalver Straße an der ihrer Meinung nach „unerträglichen Verkehrssituation“ gerade zu Stoßzeiten.

„Dort ist Handlungsbedarf“, erklärte Hutya am Dienstag auf LN-Anfrage. Es gebe zwei Möglichkeiten, die Probleme speziell zwischen der Einfahrt zum Zollamt und dem Kindergarten „Arche“ in Höhe des Kreisverkehrs (wir berichteten) zu lösen. Einerseits könne das Haltverbot ausgedehnt werden. Andererseits könne eine Parkscheiben-Regelung Abhilfe schaffen, um das immer wieder entstehende Nadelöhr auf diesem Abschnitt zu beseitigen. Der Parkdruck habe sich ab dem ersten Tag der Gebührenpflicht für den Klinikum-Parkplatz erhöht, markierte Hutya den Zeitpunkt, an dem sich die Situation dort zunehmend verschärft habe.

Die Ursache der meisten Verkehrsbehinderungen seien die Autofahrer, die ihre Wagen – neben den geparkten Fahrzeugen auf den zurzeit noch zulässigen Parkbereichen – in ungeeigneten Freiräumen auf der Fahrbahn abstellten, hatten die Anwohner in einem Brief an die Stadtverwaltung analysiert. Ein hohes Sicherheitsrisiko entstehe auch für Kinder des Kindergartens. In diesem Zusammenhang kritisierten die Anwohner ebenfalls die auf eine Stunde begrenzten Stellplätze oberhalb des katholischen Kindergartens. Für sie sei die einzige Option für eine dauerhaft sichere Verkehrssituation ein durchgängig beidseitiges Parkverbot vom Bereich des Kreisels bis zur Einmündung Paulmannshöher Straße.

„Wir sehen das Problem durchaus und werden, wenn alle Beteiligten aus dem Urlaub zurück sind, in der Verkehrskommission unter Beteiligung der Kreispolizeibehörde über Maßnahmen beraten, wie wir Abhilfe schaffen und den Beschwerdeführern entgegen kommen können“, betonte Hutya. Es müsse grundsätzlich darum gehen, die Dauerparker aus diesem Bereich zu verdrängen. „Die müssen halt dann mal etwas weiter laufen.“

Die Idee, den nicht mehr so stark frequentierten Sonneborn-Parkplatz mit als Ausweichmöglichkeit für Dauerparker in Betracht zu ziehen, sah Hans Hutya nicht gegeben: „Das ist ein Privatparkplatz, der für solche Zwecke nicht zur Verfügung steht.“

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