Kämpferische Töne der Gewerkschaften am Tag der Arbeit

Mit einer Kampfansage an die Tarifgegner, mit unverblümten Forderungen der Einführung der Vermögenssteuer „für die Superreichen“ sowie dem Gedenken des Nazi-Terrors, dem vor 80 Jahren auch in Lüdenscheid Gewerkschafter und Linke zum Opfer fielen, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund den Tag der Arbeit begangen.

Fast 300 Frauen und Männer schlossen sich dem Demonstrationszug an, der sich vom Kreishaus an der Christuskirche vorbei in die Innenstadt bewegte. Mit einer starken Abordnung war unter anderem die Gewerkschaftsjugend vertreten, die die „Revolution Bildung“ ausrief und bunt und lautstark für die Interessen von Schülern und Auszubildenden warb.

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1. Mai Demo 2013

Rund 1000 Menschen feierten anschließend auf dem Rathausplatz ein Familienfest. Bürgermeister Dieter Dzewas sprach Grußworte der Stadt und eröffnete gleichzeitig den Bundestagswahlkampf, indem er die Wähler aufforderte, für einen Politikwechsel in Berlin zu votieren.

Der 1. IG-Metall-Bevollmächtigte Bernd Schildknecht plädierte besonders an die Adresse der Jugend dafür, immer wieder an die Greuel zwischen 1933 und 1945 zu erinnern. Deshalb auch stoppte der Demo-Zug an den Gedenkzellen im Alten Rathaus, wo der Historiker Matthias Wagner eine Ansprache hielt. Und deshalb legten Gewerkschafter rote Nelken unter der Gedenktafel am ehemaligen Gewerkschaftshaus am Rathausplatz nieder.

Schildknechts Stellvertreterin Gudrun Gerhardt holte die Zuhörer in die Gegenwart zurück und kündigte im Zuge der aktuellen Tarifauseinanderetzung und dem Ende der Friedenspflicht für die kommende Woche erste Warnstreiks zunächst im Nordkreis, dann in Lüdenscheid und schließlich in Plettenberg an. - omo

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