Naturschutzzentrum wurde informiert

Jungbulle auf Abwegen - Aufwendige Fangaktion im MK

jungbulle
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Der Leser berichtet von „ohrenbetäubendem Gebrüll der kompletten, wild tobenden Heckrinderherde“.

Spaziergänger und Sportler staunten am Montagabend im Lüdenscheider Naturschutzgebiet Stilleking, als ihnen auf der Ochsentour ein Jungbulle auf der falschen Seite des Zauns begegnete. Unser Leser Helmut Ebertz war mit seinem Mountainbike dort unterwegs. Er berichtet von „ohrenbetäubendem Gebrüll der kompletten, wild tobenden Heckrinderherde“, während der Bulle an der defekten Stelle im Stacheldrahtzaun auf und ab gelaufen sei.

Lüdenscheid – Auf der anderen Seite hätten vier weitere Bullen versucht, auch in die Freiheit zu gelangen. Anderen Spaziergängern sei es gelungen, das Naturschutzzentrum zu informieren. Dessen Leiter Hans Obergruber erklärte, dass es nach rund einer Stunde gelungen sei, das zweijährige Tier durch ein Gatter wieder auf die Weide zu lotsen. Ungewöhnlich sei es nicht, dass der Zaun bei einem Streit unter Jungbullen nachgebe, sagt er. Vielleicht einmal im Jahr, so schätzt er, büxt auf diese Weise eins der größeren Tiere aus. Meistens bemerke man das nur am defekten Zaun, weil die Tiere von sich aus den Weg zurück suchen.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

„Das sind Herdentiere.“ Das erklärt auch das Gebrüll. Weitaus häufiger passiere es, dass Kälber durch eine Lücke im Zaun entwischen. Aber die fänden in der Regel schnell den Weg zurück zur Mutter. Ganz selten mussten Tiere bislang gesucht werden. Obergruber rät, bei einer Begegnung mit einem Tier Abstand zu halten und auf keinen Fall zu versuchen, es selbst auf die Weide zu treiben, sondern das Naturschutzzentrum zu informieren. Das gilt auch für Kälber – da muss mit dem Schutzinstinkt der Mütter gerechnet werden. gör

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