Förderverein der Jugendfeuerwehr will mehr Eltern für Arbeit begeistern

Jugendfeuerwehr sucht dringend neue Betreuer

Neu im Amt: Kassierer Ahmet Demir (2.v.r.), der in die Fußstapfen von Ina Freyaldenhoven (Mitte) tritt und den Vorstand um den ersten Vorsitzenden Willi Denecke (2.v.l.), seine Stellvertreterin Edda Scharfe (l.) und Schriftführerin Christina Grégoire (r.) ergänzt.

Lüdenscheid - Zum Jahresende scheiden einige Betreuer aus. Deshalb suchen die Jugendfeuerwehr und die Löschzwerge dringend neue Betreuer. „Das gestaltet sich offenbar sehr schwierig und bereitet uns im Vorstand Sorgen“, sagte Willi Denecke, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehr, am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung in den Räumen der Jugendfeuerwehr.

Nur mit ausreichend qualifizierten Betreuern, so führte er weiter aus, könne die Ausbildungsqualität der Jugendlichen und somit der Nachwuchs für die freiwillige Feuerwehr gewährleistet werden.

Gegenwärtig betreut die Jugendfeuerwehr 45 Mitglieder. Zu den Löschzwergen zählen 15 Mädchen und Jungen, zudem stehen sechs Kinder auf der Warteliste. „Die Betreuer für die Löschzwerge müssen nicht unbedingt feuerwehrtechnisch versiert sein“, betonte Löschzwerge-Leiterin Ina Plate. „Auch Betreuer mit einer Erzieherausbildung wären optimal.“ Die Löschzwerge werden im Alter von zwölf Jahren an die Jugendfeuerwehr übergeben, nach Erreichen der Altersgrenze erfolgt dann der Wechsel in die Freiwillige Feuerwehr. Feuerwehrchef Martin Walter und Bürgermeister Dieter Dzewas sagten Unterstützung bei der Suche nach Betreuern zu.

Weiterer Tagesordnungspunkt: Da Ina Freyaldenhoven nach zwölf Jahren Vorstandsarbeit ihr Amt als Kassiererin niederlegte, ergänzt nun Ahmet Demir das Vorstandsteam um den 1. Vorsitzenden Willi Denecke, seine Stellvertreterin Edda Scharfe und Schriftführerin Christina Grégoire.

Ein wesentlicher Punkt der Diskussionen im Vorstand habe sich darum gedreht, mehr Eltern mit ins Boot zu holen. Dabei sei die Idee des Familientages entstanden, der unter dem Motto „Nicht die einen, nicht die anderen – sondern wir gemeinsam“ mit großen Erfolg im März auf der Hohen Steinert durchgeführt worden sei. „Das werden wir wiederholen, allein durch das Familienfest haben wir elf neue Mitglieder gewonnen“, sagte Denecke begeistert. Zudem ist ein Oktoberfest geplant, in dessen Rahmen die Löschzwerge an die Jugendfeuerwehr übergeben werden sollen.

Ein großer Erfolg sei auch die Teilnahme an der NRW-Radtour mit einem Bierwagen gewesen, berichtete Denecke. Dadurch konnten mehr als 3700 Euro Reingewinn erwirtschaftet und somit die lang ersehnten Feldbetten für die Zeltübernachtungen angeschafft werden.

Zudem stellte der Förderverein mehr als 3000 Euro für Projekte zu Verfügung: Unter anderem zahlte er die Unfallversicherung für die Löschzwerge sowie die Sterbekasse für die Jugendlichen und bezuschusste die Freizeit der Jugendfeuerwehr, die im Oktober wieder ansteht.

Erstmals bei einer Sitzung des Fördervereins der Jugendfeuerwehr dabei war Feuerwehrdezernent Thomas Ruschien, Nachfolger von Wolff-Dieter Theissen, der kürzlich aus seinem Amt ausschied. Ruschien, der auch gleich die Mitgliedschaft im Förderverein unterschrieb, sagte: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Jugendfeuerwehr, denn ich weiß, wie schwer es ist junge Menschen für regelmäßiges Engagement zu gewinnen.“ - von Christina Grégoire

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