Jugendtreff „Knast“ in Gefahr

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Nachdenkliche Gesichter: Die Jusos sorgen sich um die Zukunft des Jugendtreffs am Buckesfeld.

LÜDENSCHEID -  So hatte sich das wohl niemand vorgestellt: Vor drei Jahren erst ist der Jugendtreff Buckesfeld in Betrieb gegangen. Seither gilt die in der Alten Wache der früheren belgischen Garnison angesiedelte Einrichtung als beliebt unter den Jugendlichen des Viertels.

Doch die Zukunft der Offerte ist unsicher. Der Grund: Der Internationale Bund (IB) – er ist Träger des Jugendtreffs – zieht sich bekanntlich aus Lüdenscheid und anderen Städten des Kreises zurück. Nur noch bis zum Sommer nächsten Jahres wird der IB für die Jugendarbeit am Buckesfeld verantwortlich sein.

Zur Erinnerung: Um die Etablierung eines Jugendtreffs am Buckesfeld war einst hart gerungen worden, der Bedarf für ein solches Angebot in dem großen Wohnviertel wurde immer wieder betont. Damals waren es gerade auch die Lüdenscheider Jusos und andere SPD-Politiker, die sich für einen Jugendtreff stark machten. Kein Wunder daher, dass den Sozialdemokraten die jetzige Entwicklung Sorgen bereitet.

Daher trafen sich die Jusos nun zu einem Ortstermin in der Alten Wache. Auf dem Programm standen Gespräche mit den jungen Nutzern des Hauses und mit Jugendtreffleiter Mietek Beben. Klares Votum der Jusos während der Visite: Die Einrichtung darf nicht verschwinden.

Und es gibt Hoffnung auf einen Erhalt. So wird derzeit in Berlin darüber verhandelt, welche Träger die Nachfolge von bisherigen IB-Einrichtungen übernehmen könnten. „Mehrere Organisationen und Verbände haben Interesse“, so schätzt SPD-Frau Verena Kasperek die Lage ein. Endgültige Entscheidungen stehen aber noch aus.

Die Jugendlichen indes haben ihr Urteil längst gefällt: Der Angebot soll bleiben. Einer fasste es so zusammen: „Ich bin jeden Tag hier. Echt blöd, wenn der Treff weg wäre.“

Auch für Mietek Beben brachen die Jugendlichen eine Lanze: „Der gehört hierhin.“ - dt

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