„Tunnel des Lichts“ erhält einen weiteren Preis

„Tunnel des Lichts – Jugend erobert die Stadt“. Das Projekt wurde am Donnerstag mit einem weiteren Preis ausgezeichnet.

Lüdenscheid - Anerkennung für das Projekt „Tunnel des Lichts – Jugend erobert die Stadt“ hat die Stadt Lüdenscheid auch durch das Ministerium für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung erhalten. Im Rahmen des Wettbewerbs „Zehn Jahre Stadtumbau West“ ging am Donnerstag in Gelsenkirchen die Sonderauszeichnung für „Partizipation“ nach Lüdenscheid.

Erst in der Vorwoche war das Projekt auf Platz drei bei der Vergabe des Jugendkulturpreises gelandet. Für das Jugendkulturbüro als Projektträger bedeutet das eine Zuwendung von 1000 Euro.

Beispiel für Partizipation

Eingereicht waren für den jetzt abgeschlossenen Wettbewerb mehr als 100 Projekte des Stadtumbaus. 21 davon wurden durch Minister Groschek ausgezeichnet. Für Verena Reuter (Fachdienst Stadtplanung), die zusammen mit Julia Wilksen vom Jugendkulturbüro das Projekt im Rahmen der Denkfabrik umgesetzt hatte, ist der neu gestaltete Fußgängertunnel unter der Sauerfelder Straße Beleg dafür, das man zu guten Ergebnissen komme, wenn man Jugendlichen Vertrauen entgegenbringe. Immerhin habe man ihnen „ein Stück der Stadt abgegeben“.

Ein Dank gelte insoweit auch Politik und Verwaltung, die sich auf die Neugestaltung eingelassen hätten, ohne mit Vorgaben die Kreativität der Schüler einzuengen. Die 25 Jugendlichen zwischen 13 und 20 Jahren hätten im Gegenzug großes Engagement gezeigt und eine Menge Zeit geopfert. Zusätzlich zu den Planungsworkshops waren zwei Wochenenden für die praktische Umsetzung nötig. Die Umgestaltung des früheren Angstraums besteht aus zwei Elementen: der Umsetzung eines neuen und spannenden Lichtkonzepts und die Herstellung von Lampensilhouetten für die zuvor triste Tunnelwand. Bemerkenswert sei zudem, dass der gestaltete öffentliche Raum so gut wie gar nicht Ziel von Sprayern geworden sei.

Aus eigenen Mitteln hätte die Stadt das Vorhaben kaum angehen können. Finanziell ermöglicht wurde es durch in private Spende des Eigentümers der Immobilie Sternplatz 1 und über das Stadtumbaubüro der Denkfabrik. Etwa 12 000 Euro habe die Neugestaltung gekostet, so Reuter. - flo

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