Jugendliche im „Knast“: Neuer Jugendtreff eröffnet

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Vertreter vom Internationaler Bund und der Stadt hoffen auf regen Zulauf. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Die Jugendlichen kommen immer wieder und es werden immer mehr.” Mietek Beben, der neue Leiter des Jugendtreffs Buckesfeld in der Alten Wache, konnte schon vor der Eröffnung auf die künftigen Nutzer zählen. „Das kristallisierte sich von Anfang an heraus“, weiß der Lehrer, der von nun an Jugendliche und junge Erwachsene im neuen Treff in den Räumen der ehemaligen Gaststätte „Knast“, betreut. „Acht Monate haben wir zusammen renoviert und alle haben immer geholfen.“

Träger des Jugendzentrums ist der Internationale Bund (IB). Vorstandsmitglied Thiemo Fojkar kam am Samstag eigens für die Eröffnung aus Frankfurt angereist und war begeistert: „Was hier entstanden ist, ist luxuriös und die Jugendlichen wissen es zu schätzen“. Er betrachte es als „große Ehre für den IB“, die Aufgabe der Betreuung übernehmen zu dürfen. „Der Treff steht für die offene Jugendarbeit, den Austausch und der Bildung in Kombination mit der sozialen Arbeit.“ Doch nicht der IB und die Stadt seien es allein, denen zu danken ist, „denn die Jugendlichen haben ebenfalls viel Engagement und Arbeit in das Projekt gesteckt“.

Entstanden sind neben dem Thekenbereich eine „Internet-Zelle“ – immerhin befindet sich der Treff in einem ehemaligen Knast-Gebäude – sowie eine „Billard-Zelle“. Auch die sanitären Nass-Zellen sind neu. Zum Zeitvertreib steht eine Playstation zur Verfügung, aber auch Gesellschaftsspiele. Der Außenbereich verfügt über einen neuen Kicker-Tisch und einen Basketball-Platz.

Auch Bürgermeister Dieter Dzewas ist begeistert von den Ergebnissen und wünscht sich regen Zulauf. „Auch die drei in unmittelbarer Nähe liegenden Schulen werden die Räume nutzen können.“ In der „Alten Wache“ werden Jugendliche zusammengebracht und auch über berufliche Perspektiven informiert. Zielgruppe sind Jugendliche ab 12 Jahre. Geöffnet ist der neue Jugendtreff ab sofort von montags bis freitags zwischen 17 und 21 Uhr. „Die Jugendlichen haben gekämpft und sich ihren Treff verdient“, sagt Beben. „Aus Erfahrung wissen wir auch, dass sie etwas selbst Geschaffenes besser behandeln und in Ehren halten“. Vorerst wird der Leiter des Treffs von Honorarkräften unterstützt, eine Planstelle steht zur Diskussion. Magda Maciejewska wird sich um die Jugendmigrationsarbeit kümmern. - vera

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